
Köln | Das wäre eine traurige Nachricht für alle Hobbyläufer der Stadt: Der beliebte, traditionelle Severinslauf wird in diesem Jahr – Stand heute – laut Beteiligter nicht steigen können. Es wäre das Ende nach 40 Jahren! Wir berichten zuerst.
„Aus für den Severinslauf! Es ist eine unfassbare, unglaubliche Nachricht – für die Menschen in dieser Stadt, die Vereine, Institutionen, die „Lück em Veedel“ und für die Sportstadt Köln. Der wohl schönste, herzlichste und bodenständigste Lauf von Kölle – der „Severinslauf“ – fällt dieses Jahr aus. Und das in dem Jahr, wo gerade im gesamten Kölner Karneval das Ehrenamt so gewürdigt wurde“, schildert Bernd Höft aus der Südstadt, der mit vielen Jahren begeisterter Teilnehmer ist und die 10 km-Strecke liebt wie kein Zweiter.
Veranstalter bestätigt koeln0221 das Aus
Der bekannte Vollblut-Jeck weiter: „Dieser Lauf, der wie der Rosenmontagszug an der Severinstorburg startet und bei den Karnevalisten beliebt ist, kann nicht mehr finanziert werden. Damit stirbt eine Tradition in Köln – dem 41. „Dauerlauf im Severinsviertel“ fehlen Sponsoren und letztlich braucht es auch 1.111 Läuferinnen und Läufer, die sich zwar jeweils nur mit 25 Euro Startgebühr beteiligen, aber damit eine stabile Finanzierung garantieren.“

Die Nachricht habe ihm Veranstalter Georg Herkenrath mitgeteilt, als er sich im Netz anmelden wollte wie gewohnt – aber diesmal keine Infos fand. „Laufen für die Gesundheit, die Freude, das Miteinander. Sport in der Gemeinschaft und ein herrliches Fest für Groß und Klein auf dem Severinskirchplatz – bunt und auch jeck. Was der Veranstalter Georg Herkenrath seit Jahrzehnten auf die Beine stellt, verdient höchsten Respekt.
Nie hat er einen Cent verdient – aber Jahr für Jahr den Läuferinnen, Läufern, dem Veedel und auch den Partnern und Sponsoren Freude bereitet“, findet Höft.
Herkenrath bestätigt: „Ja, leider fehlt eine Sponsoring-Summe, die Stand heute zur Absage zwingt.“
Höft weiter: „Alleine das Ziel in der Torburg und der Lauf am Rhein und den Kranhäusern entlang ist unglaublich schön und eine Werbung für die Sportstadt. Lück wie ich und du stehen an den Fenstern, wenn die Sonne rauskommt und entlang der Strecke. Es ist eine Tragödie!“
Daher setzte sich Höft am Samstag hin und startete eine Spendenaktion im Netz! Bei so vielen Teilnehmern im Lauf der vier Jahrzehnte hofft er, die benötigten 11 111 Euro für Herkenrath und Team virtuell einzusammeln.
Hier können sie mitmachen!