
Köln | Die Flut der Anteilnahme ebbt nicht ab.
Auf der Gedenkseite des Bestattungsinstituts im Internet prasseln ständig neue Einträge für den getöteten FC-Fan Fabrice R. (†20) ein, der vor einer Woche infolge eines „Uber-Irrtums“ nach einer Geburtstagsfeier nachts in Longerich von einem mutmaßlich Verrückten auf offener Straße erschlagen wurde. Jede Hilfe kam zu spät.
Mit emotionalen Worten starte seine Freundin Alisha die Lawine der Empathie. „Du bist viel zu früh gegangen, aber meine Liebe zu dir bleibt für immer, bis wir uns wiedersehen. Ich trage dich für immer in meinem Herzen, danke für jede Sekunde mit dir. Ich kann es nicht begreifen, dass mir alles genommen wurde“, schrieb sie in herzzerreißendem Ton.

Asozialer Schläger spaziert weiter durchs Veedel
Bei RTL hatte sie und der Vater von Fabrice, die den Vorfall ja persönlich erleben musste, bereits gesprochen. „Das Leben ist kaputt. Das Kind ist wofür man lebt. Das Bild, wo mein Sohn umgekippt ist, das werde ich nie vergessen. Ich bin froh, dass meine Frau das nicht gesehen hat, dass sie nicht dabei war“, so der Vater fix und fertig. „Er hat nie jemandem was getan!“, so Alisha.
In der Kölner Südkurve wurde der leidenschaftliche FC-Fan Fabrice indes nicht vergessen, die Anhänger hissten beim Heimspiel gegen RB Leipzig im RheinEnergieSTADION ein Banner, um an ihn zu erinnern. Es soll unter den Fans rumoren wegen der Attacke.
Denn da keine Fluchtgefahr bestehe, kann der offenbar asoziale und vermeintlich so männliche Schläger, der noch auf freiem Fuß ist, so weiter mit seiner Partnerin mitsamt eigenen Kind durchs Veedel spazieren. Was für ein erneuter Schlag ins Gesicht der leidenden Angehörigen, die laut RTL-Aussage von Alisha ihn dabei sogar wieder gesehen haben!
Auf der Trauerfeier wollen die Angehörigen in den Vereinsfarben rot-weiß erscheinen, es wird für den Weißen Ring gespendet.