
Köln | Es war eine furchtbare Nachricht von einer Tat, die ganz Köln, ja ganz Deutschland fassungslos machte – und vor genau einer Woche auf dem Lindweilerweg im Stadtteil Longerich in der Nacht geschah.
In der irrigen Annahme, bei einem stoppenden Auto handele es sich um das bestellte Uber-Fahrzeug, entwickelte sich zwischen dem 20-jährigen Fabrice eine tätliche Auseinandersetzung mit dem hinzugekommenen Ehemann (25) der Fahrerin. Der offenbar völlig losgelöst handelnde Mann schlug ohne Vorwarnung zu. Die irre Kurzschluss-Aktion eines asozialen Schlägers, die katastrophale und irreparable Folgen hatte.
Gegen RB Leipzig: Südkurve gedenkt Prügelopfer
Denn das junge Opfer bezahlte die unvermutete Attacke im Kölner Norden im Beisein seins Vaters und seiner Freundin mit dem Leben, konnte im Krankenhaus trotz aller Maßnahmen nicht mehr gerettet werden. Schon am 4. Februar musste die Kölner Polizei ein Update herausgeben, dass er seinen Verletzungen erlegen war.
Freizeit-Fußballer Fabrice, der völlig unvermittelt wegen der harmlosen Frage nach einer Uber-Bestellung jäh aus dem Leben gerissen wurde, kommt nicht mehr zurück. Doch die FC-Fans hielten die Erinnerung an ihn am Sonntag Nachmittag wach und lebendig.
Denn beim Heimspiel gegen RB Leipzig (1:2) im RheinEnergieSTADION wurde das sportliche Geschehen für Momente zur Nebensache. Es tauchte plötzlich ein weißes Banner mit großen, schwarzen Lettern in der Hans Schäfer-Südkurve direkt hinter dem Tor von FC-Keeper Marvin Schwäbe auf. Die Botschaft darauf ließ niemanden in der Arena kalt, es war zu lesen: Ruhe in Frieden, Fabrice!
Wieder einmal bewiesen die treuen Anhänger bedingungslos Empathie und leisteten der Familie des grundlos und feige Getöteten Beistand in unmenschlich harter Trauer. Viele Fans in der Arena hielten den Moment per Foto fest und schickten es in den sozialen Medien als Erinnerung an Fabrice umher.
Der Täter konnte bekanntlich ermittelt werden.