
Köln | Es ist ein Fixpunkt der Karnevalisten mitten in der City, direkt in einer Seitenstraße am Neumarkt.
Doch das Gasthaus in der Thieboldsgasse ist mehr noch: auch das Zuhause vom beliebten Reiterkorps Jan von Werth.
Wie wir seinerzeit zuerst berichteten, steht das mit Geschichte so reiche Lokal seit Aschermittwoch leer, liegt quasi brach.
Ähnlich wie das unweit entfernte frühere Ringe-Kultlokal „La Strada“, für das es kein Comeback geben wird, da ein indisches Restaurant Einzug halten soll.
Doch im Gegensatz dazu soll – entgegen aller hartnäckigen Gerüchte – der „Jan“ nicht zur Nostalgie-Legende werden – sondern weiterbestehen.
„Es ist ja unser Zuhause. Wir arbeiten dran, dass es dort weiter geht und sind diesbezüglich in zielführenden Gesprächen“, bestätigt Präsident Stefan J. Kühnapfel auf koeln0221-Nachfrage am Mittwoch Mittag (6. Mai 2026).
Man habe in der Vergangenheit mit den Pächtern nicht gerade das große Los gezogen, ist im Gespräch herauszuhören.
Karneval: Jan von Werth sucht nachhaltige Lösung
Doch der Jeck zeigt nicht weiter dem Finger auf andere.
Und kommentiert auch nicht Nachfragen zu den kolportierten Rechtsstreitigkeiten im Zuge der Schließung am Ende der abgelaufenen Session mit dem stets bemühten Vor-Pächter Sascha Floss, der wohl auf verlorenem Posten gekämpft hatte und für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war.
Klar ist in jedem Fall: Die inzwischen gastronomisch schwierige Lage an einem Junkie-Spot der Stadt, dazu ohne Sonnenterrasse für den Sommer und einem wirtschaftlich durch Einbrüche wie Diebstähle heruntergekommenen Ruf, macht einen ganzjährigen Betrieb zu einer wahren Herkulesaufgabe.
Offenbar soll es dennoch tatsächlich Kandidaten geben, die sich dieser Stelle wollen.
Es wäre dem beliebten Korps in jedem Fall nur zu wünschen, dass bald Klarheit herrscht und der Jan wieder nachhaltig einen würdigen, professionellen Betrieb bekommt.