
Köln | Es formiert sich lauter Widerstand. . .
Wir hatten vom Unmut von Anwohnern in Mülheim gegen den geplanten Rückbau der Straßenbrücke „Am Flachsrosterweg“ berichtet.
Dieser wird nun in Form einer geplanten Demo vor Ort manifestiert.
„Brücke weg = Rettungsweg weg und Stauchaos“, heißt es in dem im Veedel verbreiteten Plakat zum Aufruf an der Teilnahme, „Die Stadt Köln plant die Brücke über die Bahn am Flachsrosterweg im Juni 2026 abzureißen. Ohne Ersatz für Autos.
Anwohner planen Demo in Mülheim am Samstag
Das bedeutet unter anderem nur noch eine Zu-/ Ausfahrt über die Berliner Straße, Staus vorprogrammiert. Schon heute ist es morgens kritisch. Rettungswagen und Feuerwehr müssen Umwege fahren. Lebenswichtige Minuten gehen verloren. Die Einsatzkräfte nutzen oft diese Brücke. Fällt sie weg, wird es ernst. Wir sagen: So nicht.“

Denn: „Wir Anwohner haben uns bereits organisiert und setzen uns für eine Lösung ein, bei der die Bahnbrücke mindestens einspurig für Autos erhalten bleibt.
Kommt zur Kundgebung am Samstag, 18. April um 11:00 Uhr am Spielplatz Flachsrosterweg direkt neben der Brücke.
Es geht um unsere Sicherheit. Bringt Nachbarn, Familie und Freunde mit. Je mehr wir sind, desto größer der Druck.“
Die Brücke über die Bahn sei die wichtige Verbindung zum Dünnwalder Kommunalweg, zur Bruder Klausiedlung, zum S-Bahnhof, zur Autobahn, nach Stammheim, Flittard, Leverkusen zum Friedhof und vieles mehr.

Die Kreuzung am Flachrosterweg/Berliner Straße werde durch den Abriss der Brücke die einzige Ein-und Ausfahrt für die gesamte Siedlung sein.
Ergo heißt das aus Sicht der Protestierenden: „Die örtlichen Gegebenheiten lassen erahnen, welches Verkehrschaos dies zur Folge haben wird. Für den mobilen Individualverkehr als auch für Rettungsfahrzeuge.
Denn nicht nur dreieinhalbtausend Menschen, die hier wohnen, sondern auch drei Kindertagesstätten eine Grundschule, ein Berufskolleg, ein Seniorenheim, ein Fußballverein, ein Kleingärtnerverein, eine Zahnarztpraxis eine KVB Haltestelle einer Kirchengemeinde, eine Metzgerei sind mit unserer Siedlung eng verbunden.“
Die Frage jetzt: Kommt der angekündigte Gegenwind bei der Verwaltung um Ascan Egerer (seit 2022 Beigeordneter für das Dezernat III – Mobilität der Stadt Köln) an – oder verpufft er wie ein laues Lüftchen?
Ruhe geben die Veedelsbewohner in jedem Fall sicher nicht. . .