
Köln | Der Kölner Karneval stellt die Weichen für die Zukunft, die Nachfolge für den wichtigsten Posten dabei ist geregelt!
Das war ein wegweisender Montagabend am 23. März für den Kölschen Fasteleer. Denn: Auf der mit Spannung erwarteten und lange geplanten außerordentlichen Mitgliederversammlung fand im feierlichen, jecken Rahmen die Wahl des neuen Festkomitee-Präsidenten statt.
Nur der bisherige Vizepräsident Lutz Schade (50), für den sich der langjährige Vorgänger im Amt, Christoph Kuckelkorn zuvor überdeutlichst starkgemacht hatte, trat dafür als alleiniger Kandidat an.
Die ca. 100 Kölner Karnevalsgesellschaften sorgten für das erwartete Votum, das eindeutig ausfiel: Lutz Schade ist der neue kölsche Ober-Jeck! Mindestens bis Herbst 2029 dürfte er den Posten also sicher haben.
„Das erfüllt mich mit großer Freude und auch mit Respekt. Hier im Festkomitee habe ich in Lichtgeschwindigkeit als Vize gelernt, was Karneval in all seinen Facetten heißt“, sagte er, „die Menschen brauchen die Gemeinschaft, die nur der Karneval so vermittelt.“

Und: Chris Kuckelkorn, der überraschend am Anfang des Dezember auf dem traditionellen Präsidentenabend im ehrwürdigen Gürzenich seinen Rücktritt dem verdutzten Auditorium angekündigt hatte (wir berichteten seinerzeit exklusiv), bleibt dem kölschen Fastelovend natürlich erhalten.
Kölner Karneval: Frauenpower im Vorstand
Es ist das offizielle Ende einer mehr als erfolgreichen Ära.
Doch ganz Schluss ist noch lange nicht. Der Vorzeige-Karnevalist schlechthin, der 21 Jahre lang zunächst als Zugleiter des Rosenmontagszuges und dann als krisenerprobter Präsident des Festkomitees bravourös fungierte, wurde einstimmig zum neuen Ehrenpräsidenten gewählt. Und damit in eine neue Rolle!
Ehre eben, wem Ehre gebührt! Der Karneval ist ohne Kuckelkorn kaum vorstellbar geworden.

Neu im geschäftsführenden Vorstand dabei: Gabriele P. Gerard-Post, die blondgelockte 1. Vorsitzende von De Kölsche Madämcher!
Gratulation an dieser Stelle an alle Beteiligten und Würdenträger!