
Rheinbach | Neues von der „Alten Post“. Aber wie lange noch. . .?
koeln0221 hatte auch hier exklusiv vom drohenden Aus für den beliebten Kulturtreff im Herzen Rheinbachs berichtet. Doch inzwischen hat sich die Lage für die Macher des Lokals weiter zugespitzt.
Eine noch laufende Bürgerinitiative mitsamt Unterschriftensammlung lässt die Vermieterin des Objekts dermaßen kalt, dass das Inhaber-Paar nach zehn Jahren vor der nahenden Aufgabe steht, was ein herber Schlag für die vielen Stammgäste wäre.
Uwe und Karina Wüschem sind in Rheinbach beliebt
„Es gibt eine Bürgerinitiative, es gab einen Stand. Es gibt hier nichts mehr, wenn die Post zumacht. Wir sind in Kontakt mit der Vermieterin, aber sie lässt sich von nichts abbringen und blockt ab“, seufzt Wirt Uwe Wüschem, der mit seiner Ehefrau Karina den Laden seit 2016 schmeißt, „Die Vermieterin will da mit Ende Oktober, wenn der Pachtvertrag ausläuft, selbst rein und einen China-Imbiss aufmachen.“
Es wäre das Ende einer Ära für die 120 Quadratmeter fassende Kneipe mit 90 Quadratmeter großem Biergarten auf der Hauptstraße. Besonders bitter: Gerade jetzt wollte das Paar noch mal richtig Gas geben.

„Wir sind zehn Jahre drin, auch in der Corona-Zeit haben wir immer pünktlich gezahlt, wir sind auch keine Krawallbude. Die Post gehört zu Rheinbach! Unsere Brauerei wollte jetzt investieren, wir haben selbst auch viel Herzblut und Geld in eine neue Küche gesteckt und jetzt läuft es richtig. Aber es ist wie es ist“, so Koch Uwe, der verständlicherweise längst an einem Plan B gastronomisch arbeiten muss: „Wir sind an zwei Optionen dran, werden ein Angebot wohl annehmen, wo wir zwangsläufig Arbeit und Energie reinstecken werden und das ein paar Kilometer entfernt ist. Ich bin jetzt 60. . .“
Was macht die lokale Politik? Wo gibt es Hilfe? Resignation macht sich breit. Das Sommer-Geschäft wolle man noch machen, danach müsse man eben in den sauren Apfel beißen, so Uwe.
Dabei gebe es in Rheinbach schon einen China-Imbiss, deren Inhaber würden in der laufenden Debatte in einen Topf mit der Sache geschmissen.
Bitter für alle Rheinbacher Freunde wie Schlagersänger Gottfried „Gotti“ Kalenberg, die das Brauhaus-Gefühl in ihrer Stadt vermissen werden. . .