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Februar 22, 2026
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Support trotz Notfall? FC-Podcaster rügt Kwasniok – und lobt Hoffenheim

Bekanntes Gesicht der Kölner Fanszene: Martin Schlüter

Köln | Nie um eine klare Antwort verlegen, eloquent, meinungsfreudig, am Rand der Gürtellinie gern unterwegs, aber nie darunter: Das Wort von Moderator und Top-Podcaster Martin Schlüter hat in der FC-Fanszene Gewicht.

Ein Ur-Kölner, der aber auch mal die Vereinsbrille weglegen kann, keinen falschen Prinzen huldigt und schon mal spontan eine 9,15 Meter-Fahne aus dem Stadion heimträgt. Das Loss mer schwade-Urgestein und Aktivposten der „Dreierkette“ verpasst rund um die Geißböcke seit Kindheit an nichts. Und so kann ihm auch niemand den Mund verbieten.

Auf Anfrage von koeln0221 versucht der jecke „Reissdorf am Hahnentor“-Wirt nun eine Antwort auf die sensible Frage zu finden, die viele FC-Fans nach dem 2:2 gegen Hoffenheim umtreibt: War es richtig, den Support nach dem bekanntgewordenen Drama um den Fan im Osten einzustellen?

FC-Influencer Schlüter mit differenzierter Meinung

Trainer Lukas Kwasniok hatte da nach der Partie so seine eigene Meinung zu. Martin hat sie auch. Hier kommt sein dankenswerter Gastbeitrag!

Seit gestern frage ich mich, wie verhält man sich als einzelner Fan, wie aber auch als Fanszene richtig bei medizinischen Notfällen im Stadion?
Und auch 28 Std. später komme ich zu der Antwort, ich weiß es nicht, bzw. die richtige Antwort gibt es nicht. 

Wenn man wie gestern mitkriegt, dass es einen schweren Unfall gab und durch diverse WhatsApp-Gruppen die Nachricht kursierte, dass jemand im Stadion gestorben sei, da war auch mir jede Lust auf Support vergangen. Einer von 50.000 Zuschauern, der sich genauso wie ich auf das Spiel gefreut hatte, ist schwer verunglückt, oder gar verstorben, da wird einem schlagartig klar, dass es im Leben so viel wichtigeres gibt, als Support über 90 Minuten. 

Martin und sein Sohn verfolgen die Spiele leidenschaftlich.

Nur, wenn dann einige Minuten verstreichen, das Spiel des FC nach Unterstützung von den Rängen lechzt und auch klar ist, dass es dem Verunglücktem und seinen Angehörigen wahrscheinlich absolut Recht ist, dass Müngersdorf seine übliche Urkraft entfaltet, dann wird es schwierig das richtige Maß zu finden. Für jeden der Zuschauer für sich selbst, aber erst Recht für die organisierte Fanszene. 

Und ich verstehe jeden allzu gut, der sich dann nicht mit dem Megaphon auf den Zaun setzen kann, als ob nichts geschehen wäre.  Ich würde auch niemanden dafür verurteilen, wenn er es tut, hier muss jeder seinem eigenen Wertekompass folgen und für sich entscheiden, wie er sich verhalten hätte. 

Martin Schlüter ist auch mit einer Karnevalssitzung erfolgreich.

Ich hätte im Nachhinein betrachtet, ab Beginn der zweiten Halbzeit Support mit der „vollen Kapelle“ für passend und richtig empfunden, werfe aber niemandem im Ansatz vor, dass es anders gehandhabt wurde. 
Vielmehr hielt hier die große FC Familie wieder einmal sensibel und würdevoll zusammen, vielleicht dann in solchen Momenten viel wichtiger, als die rote Wand mit voller Lautstärke. 

Großer Respekt übrigens an die mitgereisten Fans aus Hoffenheim (dass ich sowas mal schreibe 😅), für Ihren empathischen und sympathischen Umgang mit der Situation. 

Und großes Kopfschütteln für unseren Trainer, der in der PK nach dem Spiel äußerst unsensibel und wenig feinfühlig kommunizierte. 
Schade. 

Lukas Kwasniok

Und jetzt mit „allemann“ nach Augsburg und in der Hoffnung auf keine weiteren Notfälle und ein Müngersdorfer Stadion und  FC Fans auf Reisen, die mit großem FC Herzen lauthals anfeuern und gleichermaßen leben und betonen, dass man als FC Fans zesamme hält und eben auch mal schweigt, wenn es die Situation gebietet.

Come on FC und natürlich Herzliches Beileid und viel Kraft für die Familie und Angehörigen des heute verstorbenen Fans. 
Pass ab jetzt von oben auf unseren geliebten FC auf. ❤️🤍

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