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Südstadt-Terror: „Ich sagte der Polizei: Ihr macht doch eh nix!“

Die neueste Attacke des Scheibenschmeißers auf der Bonner Straße in der Südstadt.

Köln | Und täglich grüßt der Scheibenschmeißer!

Es ist kein Spaß mehr: Die Nachbarn in der Kölner Südstadt sind raderdoll, an den Tresen der Kneipen gibt es kaum ein anderes Thema derzeit.

Dass das Veedel seit mehr als einem Jahr von einem offenbar psychisch kranken Mann durch Schmier- und Scherbenattacken heimgesucht wird, hatte koeln0221 ja mehrmals berichtet. Doch nun folgt der nächste Akt im unsäglichen Drama!

Denn bei Roland Bebak klingelte am Dienstag Morgen um 6 Uhr das Mobiltelefon. Am anderen Ende: Die Polente!

Schon wieder, ist sich Bebak sicher, hatte Stefan S. (vollständiger Name der Redaktion und dem Viertel bekannt) mutmaßlich zugeschlagen.

Die gerade erst erneuerte Fensterfront von Bebaks Box-Geschäft, die bereits vor Wochen zerstört worden war, hielt nur einen Tag – dann war die Scheibe auf der Bonner Straße eingeworfen.

„Die Beamten fragten, ob ich Anzeige erstatten wolle. Ich antwortete ihnen: Ihr macht doch eh nix“, so Bebak, der nur noch „schockiert“ ob der Ohnmacht der Staatsgewalt in so einem Fall ist.

Denn obwohl es eindeutig zuzuordnende Videoaufnahmen vorheriger Taten noch und nöcher gibt, Anzeigen am Fließband hagelte, sind den Behörden nach deren Aussage die Hände gebunden, auch der „Betreuer“ des unberechenbaren Mannes entpuppt sich aus Sicht der Anwohner als ohnmächtige Bratwurst und heillos überfordert.

Roland Bebak ist mehrmals Opfer der Einschläge geworden.

Stefan S. gilt als „schuldunfähig“, laut §20 im Strafgesetzbuch könne er aufgrund einer psychischen Störung, einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung, […] das Unrecht seiner Tat nicht erkennen oder nicht nach dieser Einsicht handeln.“

Konsequenzen – z.B. in Form einer dauernden Einweisung in eine Einrichtung, wo dem Kranken geholfen werden könnte – haben die Attacken bislang nach wie vor so keine.

Eine Videoaufnahme des Schmeissers auf helllichter Tat.

Stattdessen fliegen die Scherben umher, wenn die neue Scheiben befestigt werden. „Das zahlt keine Versicherung, wir bleiben auf mehreren tausend Euro wieder sitzen“, seufzt Bebak. Besonders makaber: Im Veedel werden schon Wetten abgeschlossen, welchen Laden es als nächstes trifft.

Das Vertrauen in die Staatsgewalt ist erschüttert, Schreie nach Selbstjustiz werden immer lauter.

Muss noch mehr passieren, ehe der Wahnsinn aufhört?, fragen sich die Betroffenen, deren Geduld mit dem Wirrkopf, der eine Art zweifelhaften „Promi-Status“ im Veedel inne hat, am Ende ist. . .

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