
Köln | „Jonn em Veedel ovends de Lampe ahn/ dann weed et schön jemütlich“, heißt es in einem beliebten Kölschsong von Micky Brühl. Doch für diese Nachbarschaft sind die heiteren Zeilen der blanke Hohn!
Was geht da denn nur in Weiden ab. . .?
An diesem Donnerstagnachmittag haben sich die fast dreißig Nachbarn in einem Komplex an der Berliner Straße auf einer Wiese versammelt, um Geschlossenheit an Ort und Stelle zu demonstrieren.

Motto: Wir ertragen das hier nicht mehr!
Denn sie wenden sich an koeln0221 wegen der aus ihrer Sicht und täglichen Erfahrung unhaltbaren Zustände in der Liegenschaft nahe der früheren „Alten Post“ vor Ort.

Nicht nur, dass das einstige beliebte Gasthaus „Alte Post“ seit einem Kapitalverbrechen am seinerzeit bestialisch getöteten Ex-Wirt Manni K (†73) vor fast vier Jahren (!) vermodernd brach liegt und, wie Initiatorin Tanja S. schildert, „von der Natur zurückgeholt wird“.
Schädlinge und Ignoranz plagen Nachbarn im Veedel
Es geht um „Haufen an Sperrmüll“, nicht geleerte Mülltonnen, damit einhergehend „Rattenbefall“, eine „seit zwei Jahren defekte Klingelanlage“.
Betriebs-und Nebenkosten seien zudem falsch abgerechnet worden, eine Treppenhausreinigung gebe es ohnehin nicht und von der Hausverwaltung sei auf keinem Kommunikationswege jemals wer verbindlich zu erreichen. Entsprechende Beschwerdemails an die Hausverwaltung liegen koeln0221 vor. Doch geschehen sei, wie es betrübt heißt, die ganze Zeit schon nichts. Im Gegenteil hätten die Ratten auf dem Areal gewissermaßen freie Bahn.

S. ist somit verständlicherweise – wie die weiteren Nachbarinnen und Nachbarn – angewidert und nur noch konsterniert: „Alle Mails und Anrufe unsererseits werden schlicht ignoriert. Der Rattenbefall ist ganz schlimm. Es passiert hier rein gar nichts dagegen, es wird nur das Geld einkassiert. Noch ein Beispiel: Ich hatte zum 1.2. eine Garage angemietet, um dann festzustellen, dass die schon an jemand anders vermietet worden war. . .“
Harte Vorwürfe! Eine Anfrage an die besagte Verwaltung ist gestellt, eine Antwort zu den Vorwürfen in Form einer Stellungnahme steht noch aus.