
Pulheim | Alles in Würde!
Die Pulheimer Karnevalisten seiner KG Ahl Häre-Familie stehen zusammen, um den schmerzlichen Verlust von Aushängeschild Harald Müller (†61, koeln0221 berichtete auch hier exklusiv) zu verkraften.
Viele frag(t)en sich im Nachgang der traurigen Nachricht vom Tode des einstigen „Prinz Pascha“ nun, warum es keine Traueranzeige – wie normalerweise üblich – für den gebürtigen Franken zu lesen gab und gibt?
Der Grund ist: Der Termin der Beerdigung soll AUSDRÜCKLICH NICHT öffentlich sein und werden!
Man wünscht sich von Seiten und auf Bitte der Familie – der auch wir folgen – eine Beisetzung Haralds im intimsten Rahmen mit wahren Freunden und Weggefährten und keinen externen Auflauf.
Daher wird der Termin nicht plakatiert oder gepostet.

Von Seiten der KG wurden die betreffenden direkt informiert. In Form eines sensiblen Nachrufs auf den kauzigen Sympathieträger, der nicht nur ein „Hausmeister“ in einem Amüsierbetrieb war.
Und der in diesem Jubiläumsjahr wieder Prinz Karneval gewesen wäre: „Wir trauern um einen lieb gewonnenen Menschen, der zudem Gastwirt mit Leib und Seele war und in Pulheim seine zweite Heimat gefunden hat. Seine fränkische Herkunft konnte er durch seinen Dialekt nicht verleugnen und zudem war er bekennender Fan des 1. FC Nürnberg.

Die Gaststätte seiner Eltern in Heilsbronn legte den Grundstock für sein Leben in der Gastronomie. Er machte die Ausbildung im Service in großen und kleinen Häusern der deutschen Spitzengastronomie und übernahm oftmals die Aufgabe als Betriebsleiter.
Edler Nachruf auf Pulheimer Ober-Jecken Harald Müller
Anfang 2000 verschlug es ihn in den Kölner Raum und so fand er seine zweite Heimat in Pulheim. Er engagierte sich im Karneval, fand 2011 zur KG Ahl Häre und wurde 2014 Senator unserer KG. Im Jahr 2013 wurde er Prinz im Pulheimer Dreigestirn, zusammen mit Bauer Rainer Jansen und Jungfrau Winfried Adolf. In einer turbulenten Session wusste er, trotz Schwierigkeiten mit der rheinischen Mundart, das Publikum im Pullemer Fasteleer zu begeistern.
Ausgerechnet im Corona-Jahr 2020 stand ein Pächter-Wechsel in unserem Vereinshaus Altes Pulheimer Rathaus an und er entschloss sich die Gastronomie zu übernehmen. Mit der Umbenennung in Wirtshaus am Markt* führte er mit Geschick fränkische Spezialitäten ein und bereicherte das Getränkeangebot um eine bayerische Biersorte.

In der Corona-Krise übernahm er auch den vakanten Posten des Senatspräsidenten, um dann 2022 in unseren Veedelszog zu wechseln. Er unterstützte diese Gruppe, übernahm spontan Einzelrollen für Erkrankte auf der Bühne, wobei die Kopie von Nena seine Paraderolle wurde. Mittlerweile wurde er dadurch zum Allroundtalent.
Die Unterstützung unseres AK-Besen, unsere Auf- und Abbaumannschaft bei allen Veranstaltungen, lag ihm sehr am Herzen und wenn es die Zeit erlaubte, packte er tatkräftig mit an.

Gemeinsam trauern die Mitglieder der KG Ahl Häre und der Pulheimer Löschgrenadieren, die er seit Ihrer Gründung 2019 als Literat mit all seiner Erfahrung tatkräftig unterstützt hat.
Wir werden ihm (…) die letzte Ehre erweisen und ihn auf seinem letzten Weg begleiten. Als Mensch, der die Tradition und das Vereinsleben wie kaum ein anderer gelebt hat, verdient er einen Abschied in großer Gemeinschaft.“
Im Sinne der gewählten Bestattungsform bittet man darum, von eigenen, umfangreichen Blumenbekundungen abzusehen.
„Aus diesem Grund haben sich die beiden Heimatvereine (KG Ahl Häre und KG Pulheimer Löschgrenadiere) für einen gemeinsamen Kranz entschieden. Auch auf Wunsch der Familie und zur Verhinderung der Teilnahme durch die Presse haben wir auf eine Traueranzeige in den Printmedien verzichtet“, heißt es.
Von weiteren Nachfragen bittet man abzusehen.