
Köln | Kreativ sind sie ja bekanntlich allemal. . .
„Manche Momente im Leben verlangen nach einem ganz besonderen Rahmen“, findet man bei der Gaffel und haut offenbar mit einer neuen Marketing-Idee auf den Putz.
„Ob glanzvolle Jubiläen oder die kleinen Erfolge des Alltags: Kölsch wird künftig nicht nur frisch gezapft, sondern auch bewusst inszeniert serviert. Das Glas liegt filigran in der Hand, verhindert das schnelle Erwärmen des Kölsch und bringt die feinen Aromen besonders gut zur Geltung.
Zum Einsatz kommt das neue Glas bei besonderen Anlässen und in ausgewählten Gastronomien. Denkbar sind exklusive Tastings, festliche Empfänge oder einfach der Moment, in dem man seinem Kölsch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenken möchte“, kündigt man bei der Brauerei natürlich ganz ernst gemeint an – und gibt die Nachricht in einer hochoffiziellen Aussendung am 1. April an alle Kunden und Medienvertreter im seriösen Newsletter pünktlich am Morgen zur besten Zeit heraus.
Gaffel „überrascht“ mit Gastro-Novum
Dazu ein offensichtliches KI-Fotomotiv mit einem Kellner-Pinguin mit Krawatte und Stiel-Kölschglas reichend.
An liebevollen Details und ausgefuchsten Indizien mangelt es mit Augenzwinkern also natürlich nicht. Auf dem Glas sei zudem das abgewandelte Kölner Stadtwappen abgebildet, betont man: „Es ist ein klares Bekenntnis zur Herkunft und zur Stadt, in der Kölsch zuhause ist.
Ob sich das Glas mit Stiel im Alltag durchsetzt oder die Stange weiterhin das Maß aller Dinge bleibt, wird sich zeigen. Eins steht aber fest: So elegant wurde Kölsch noch nie serviert.“
Ein nobler Hauch von St. Tropez oder elitärer Wörthersee-Genussbar im rauchigen Bahnhofshallen-Ambiente des Gaffel am Dom also?
Wer’s glaubt… den ulkigen Aprilscherz dürfte wohl selbst manchem hartgesottenen Trunkenbold indes aufgefallen sein. Hoffentlich.