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Patin für Yosef (†14): „Seine Mutter hat nur diese eine Frage. . .“

Köln | Bei unserem Talkabend in Dormagen konnte man nicht künstlich an diesem Thema vorbeikommen, das die Stadt „traumatisiert“ hat.

Die Gewalttat am Realschüler Yosef, der von einem 12-jährigen Kind am Waldsee bei Delhoven erstochen wurde, beschäftigt die Menschen und das wird auch noch lange so bleiben.

Mit Kerstin Ruhe war die Initiatorin der Lichterkette, an der mehr als 2000 Trauernde teilgenommen hatten, Teil der Talkrunde von Markus Krücken im Streetlife in Dormagen. Die Nachbarin des getöteten Jungen lobte die Rolle der Stadt Dormagen und insbesondere den emphatischen Einsatz von Bürgermeister Erik Lierenfeld, sprach über ihre Motivation zu der Idee und ihren Austausch mit den Angehörigen Yosefs.

Kerstin Ruhe übernimmt Verantwortung für Familie

So soll sie nun eine Patenschaft für die Familie beginnen: „Ich habe selbst eine Familie dazu gewonnen. Ich fühle mich so wohl bei denen. Auch wenn ich nicht immer alles verstehe, sie sind so herzlich und liebevoll.“

Sehr still wurde es, als Kerstin über Yosefs Mutter sprach. Die Eritreanerin habe nur einen einzigen Wunsch, sei nicht auf Rache, Vergeltung aus. „In ihrem Glauben macht Gott das. Sie möchte mit dem Kind, das diese Tat verübt hat, reden und will nur eine Antwort auf diese eine Frage: Warum? Warum? Warum? Was hat dich dazu gebracht? Das ist der einzige Wunsch, den sie hat, sonst nichts.“

Screenshot

Die gesammelten Gelder für die „Gofundme“-Spendenaktion im Netz würden jetzt übergeben werden können, hieß es am Abend auch. Die Diskussion um Einschränkungen für die Social Media-Nutzung von Jugendlichen, speziell Minderjährigen blieb nicht aus.

Mit Dennis Hornig saß ein Vater beim Talk, dessen Sohn als vermeintlicher Täter bei TikTok von Usern verleumdet worden war und einen gefühlten Spießrutenlauf wochenlang erlebte.

Der Vater hält nichts davon, das Alter der Strafmündigkeit weiter herabzusetzen: „Dann macht bald ein 10-jähriger so etwas Furchtbares und die Diskussion startet neu. Stattdessen muss es um das Thema Prävention gehen. Speziell Mobbing als Schulfach!“, forderte er und wurde sichtlich emotional.

Dass Prominente sich mehr in solchen Kampagnen einbringen sollten, befürworteten beide auf ihre Weise Betroffene der Tragödie.

Ob Lily, die Mutter Yosefs, das Gespräch mit dem Kind führen wird können? Offen. Für ihren Seelenfrieden wäre es der tapferen Frau zu wünschen. . .

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