
Dormagen | Was muss noch alles passieren?
Anfang Februar sorgte die schreckliche Nachricht vom getöteten Dormagener Realschüler Yosef (†14) in Dormagen und über seine Grenzen hinaus für Entsetzen und Schlagzeilen.
Es gab eine liebevoll, eigeninitiativ organisierte Lichterkette, Appelle, Andachten, eine Welle der Sensibilisierung gegen Gewalt und eine Debatte über die Folgen.
Doch was hat das in Wahrheit gebracht?
Keine fünf Wochen später nämlich wendet sich eine Mutter aus Dormagen am Donnerstag (12. März) in den sozialen Medien an die Öffentlichkeit. Der Grund soll ein trauriger sein: Ihr Sohn sei am Montag auf einem Spielplatz nahe des Bahnhofs von einem Jugendlichen zusammengeschlagen worden, behauptet sie namentlich in einem Posting – und mehr als ein Dutzend Gleichaltrige hätten ihn eingekreist, das Ganze sei gefilmt worden.
Ein solches erniedrigendes Video kursiere angeblich auch unter Dormagener Schülern. Die Frau will anonym bleiben, sich nicht weiter äußern und erklärt auf Nachfrage von koeln0221 zu dem Posting nur, sie habe den Aufruf öffentlich gemacht, um an besagtes Videomaterial für die Kripo zu kommen.

Die zuständige Polizeibehörde vom Rhein-Kreis Neuss bestätigt uns einen Einsatz nahe des Bahnhofs am Montag und entsprechende Ermittlungen.
„Ja, es hat einen Vorfall gegeben zwischen zwei Jungen. Dementsprechend ermitteln wir im Rahmen einer Körperverletzung. Der mögliche Täter ist ermittelt, da laufen die Ermittlungen“, so ein Sprecher, der von Videoaufnahmen indes nichts weiß, „Mehr ist das Stand jetzt für uns noch nicht. Wir suchen Zeugen, ob es dieses Videomaterial, von dem wir noch keine Kenntnis haben, gibt. „
Besagte Zeugen können sich unter der email-Adresse poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de melden