
Köln | Er ist in der Welt zuhause. Und immer ein Geschenk.
Wir reden von Louwrens Langevoort (69).
Grande.
Der Mann, der Kölns Philharmonie mit seinem exorbitant guten Netzwerk in 21 Jahren Intendanten-Tätigkeit zur Drehscheibe der Klassik-Elite machte.
Mit einem Telefonbuch von Lang Lang zu Daniel Barenboim, Maria Joao Pires, Isabel Blechschmidt, Sir Simon Rattle und Zurück.
Der rastlose Weltbürger weilt zurzeit in seiner zweiten Heimat, dem impressionistischen, zeitlosen Paris.
Louwrens Langevoort und sein Wunsch für Köln
In der Stadt des großen Tondichters und Moll-Magiers Frédéric Chopin, wo wir ihn natürlich im Konzert sitzend erreichen.
Das Kurz-Interview mit Louwrens für koeln0221.
Grande, wie sieht aktuell dein Alltag aus?
LOUWRENS LANGEVOORT Ganz anders als früher. Wiewohl mindestens die Abende mit Musik gefüllt sind.
Das heißt?
Ich gehe noch sehr in Konzerte, Oper, Schauspiel. Aber entdeckt habe ich viele interessante Museen, wofür ich früher keine Zeit hatte.

Kann man wohl sagen, Maestro.
Ich lese viele Bücher und werde oft gefragt einen Freundeskreis zu organisieren für Festivals oder Ensembles.
Eigentlich möchte ich das immer machen, aber muss mich selber auch in Schutz nehmen – und die Freiheit genießen. Italien ist halt auch sehr schön….
Hast du die Philharmonie seit dem Abschied eigentlich je wieder besucht?
Ja, natürlich. Aber halt nicht jeden Tag.
Du bist aber auch zuletzt in Fernost herumgereist. Wie hat die Zeit in Asien dich verändert?
Japan war super. Ja, es hat Folgen, man versteht in einem selbst, dass es auch ohne Arbeit ein gutes Leben ist. Und die Küche ist enorm reich an Geschmack.

Grande Maestro, wird die klassische Musik, werden die großen Genies wie unser Wolfgang Amade Mozart und der unverstandene Franz Schubert immer einen Markt haben ?
Ohne Zweifel. Sicherlich ein schönes Thema für ein nächstes Gespräch.
Gewiss, Grande. Was sind Dinge, die du lobst oder die sich ändern sollten im kulturellen Leben der Stadt?
Man könnte schneller bauen….