
Köln | Die prekäre Lage beim 1.FC Köln.
Nach dem desaströsen 0:2 beim FC Augsburg schrillen am Geißbockheim mal wieder die Alarmglocken! Der Eindruck vom blutleeren Auftritt in Bayern verheißt für die kommenden Aufgaben – startend mit dem nächsten Heimspiel gegen Borussia Dortmund – wenig Verheißungsvolles.
Im Zentrum der Kritik, wie so oft: Krisen-Coach Lukas Kwasniok, den Teile der Kurve bereits in der Hinrunde quasi abgeschrieben und per Plakat mit „Kwasni Yok“ betitelt hatten.
Im Zeitalter des Social Media-Wahnsinns drücken manche Anhänger ihren Unmut über die Situation derweil in „kreativer Weise“ aus: So machen am Tag nach der peinlichen Augsburg-Schlappe KI-Montagen in Fangruppen die Runde, die Kwasniok im FC-Weihnachtspulli vor dem Jobcenter zeigen.
Das erklärte FC-Trainer nach 0:2-Pleite in Augsburg
In anderen Motiven fährt Friedhelm Funkel, der den FC bekanntlich schon zwei in höchster Not rettete am Geißbockheim bereits vor. Der Kredit für den Ex-Paderborner scheint für viele aufgebraucht, denn 24 Punkte aus 24 Spielen sind die magere Ausbeute eines Abstiegskandidaten.
Nach dem 0:2 hatte Kwasniok erklärt, dass er sich vor Amtsantritt „darüber im Klaren war, dass es um den Klasseninhalt gehen wird. Zu Beginn haben wir natürlich überperformt und Spiele gewonnen, die uns jetzt eben nach wie vor die Möglichkeit geben, über dem Strich zu stehen. Aber wir sind jetzt keine Menschen, die mit geschlossenen Augen durchs Leben laufen, sondern wir haben die Augen schon offen und wissen, dass wir Spiele gewinnen müssen in der Zukunft. Aber diese Überzeugung, die trage ich in mir die habe ich heute auch der Mannschaft mitgeteilt vor dem Spiel.“
Doch das Ergebnis war bekannt. Besonders, dass Said El Mala, absoluter Top-Scorer, häufiger auf der Bank als in der Startelf begann, frustriert viele Fans. Die nackten Zahlen sprechen für sich, der Trainer verwies auf das Vorbild der Augsburger, die als abgeschrieben galten und sich mit einer Siegesssereie selbst aus dem Schlamassel befreit hätten: „Augsburg stand vor fünf Wochen auch anders da. Zum damaligen Zeitpunkt hatte auch niemand daran geglaubt oder hat sich das so vorstellen können, dass das passiert. Aber genau das ist die Kunst.“
Denn: „Wenn es dir mal nicht so gut geht, immer weiterzumachen dran zu glauben, die Mannschaft mitzunehmen. Und weiter zu arbeiten, zu analysieren und nach innen konsequent auch zu miteinander zu sprechen und nach außen vor allem mit Leistung, dann auch überzeugen.“
Am besten schon gegen den BVB. Ansonsten könnten gewisse Montagen vielleicht tatsächlich Wirklichkeit werden. . .