
Ingolstadt / Köln | Die Kölner Haie sind aktuell in der Deutschen Eishockey Liga nicht zu schlagen. Die Mannschaft von Kari Jalonen siegte als bestes Auswärtsteam der Liga beim bisher stärksten Heimteam, den Ingolstadt Panthern, mit 5:4 (2:3, 2:1, 1:0) und holte den elften Dreier in Folge.
- Kölner Haie gewinnen das Topspiel bei den Ingolstadt Panthern
- Oliwer Kaski entscheidet mit einem Schlagschuss die Partie
- Kölner Haie feiern den elften Sieg in Serie
Damit verteidigten die Domstädter die Tabellenführung mit nun mehr elften Punkten auf die Adler Mannheim souverän und sind drauf und dran, den eigenen Rekord von 13 Siegen in Serie zu brechen. Das gelang zuletzt in der Saison 2005.
Es war ein Topspiel, das keine große Anlaufphase brauchte. Die Panther kamen unheimlich bissig aus der Kabine und nutzten gleich die erste Überzahl zur Führung. Kölns Verteidiger Veli-Matti Vittasmäke saß gerade drei Sekunden auf der Bank, als es erstmals hinter dem wieder genesenen Schlussmann Janne Juvonen klingelte. Kenny Agostino traf per Abstauber zum 1:0 für die Gastgeber (2.).
Der Tabellenführer kam nur schwer in die Partie und hatten gegen die aggrssive Spielart der Bayern große Probleme. Trotzdem schlugen die Haie zurück und schafften durch den 23. Saisontreffer von Patrick Russell zum 1:1 (14.). Der Däne, der bei den Olympischen Spielen in Mailand auf die deutsche Mannschaft treffen wird, drückte den Puck spektakulär aus der Luft ins Ingolstädter Tor.
Ingolstadt Panther schocken Kölner Haie früh
Doch die Freude über den Ausgleich währte nur 95 Sekunden, da sorgte DEL-Toptorjäger Riley Barber wieder für die Panther-Führung (16.). Und es wurde aus Kölner Sicht noch schlimmer, als sich Daniel Pietta gegen zwei Verteidiger durchsetzte und per Rückhand gegen Juvonen auf 3:1 erhöhte (17.).
Und die Haie? Die stemmten sich gegen die Wucht der Panther und verkürzten noch vor der ersten Sirene durch Juhani Tyrväinen. Der Finne vollendete nach einem perfekten Doppelpass mit Ryan MacInnis auf 2:3 (19.). Für den KEC war es dank einer deutlichen Leitungssteigerung der Auftakt der Aufholjagd.
Dominik Bokk gelingt der Ausgleich für Kölner Haie
Dominik Bokk gelang nach einem Querpass von Louis-Marc Aubry vor dem Ingolstädter Tor der Ausgleich (25.), ehe Gregor Mac Leod die Gäste erstmals in Führung brachte. Der Kanadier, der zehn Spiele wegen einer Oberkörperverletzung verpasste, traf mit einem satten Schuss in den Winkel.
„Ich bin froh, dass ich wieder nach einem Monat zurück bin und direkt treffen konnte“, sagte MacLeod nach seinem 13. Saisontor glücklich. „Wir hatten ein wesentlich besseres zweites Drittel nach einem schweren Start.“
Jedoch brachte die Haie den Gegner durch eigene Fehler zurück ins Spiel. Tyrväinen leistete sich im eigenen Drittel einen fatalen Fehlpass, den Jakin Smallwood im zweiten Versuch zum 4:4 ausnutzte (37.).
Im letzten Abschnitt gingen beide Mannschaften in der Offensive nicht mehr das höchste Risiko, sondern konzentrierten sich darauf keine Fehler zu machen. Die Haie, die dabei eine vierminütige Unterzahl gegen Frederik Storm schadlos überstehen mussten, hatten die größte Möglichkeit zum Sieg, doch Russell traf nur das Gestänge des Pantherkäfigs.
Oliwer Kaski trifft für Kölner Haie zum Sieg
Besser machte es dann Kaski, der mit einem strammen Schuss von der blauen Linie in den Winkel traf und den Haien den elften Sieg in Serie schenkte. „Ein wirklich gutes Spiel von beiden Seiten. Es sieht so aus, als ob wir nicht verlieren können“, sagte der Matchwinner nach seinem neunten Tore mit einem Lächeln. „Heute musste leider eine starke Mannschaft als Verlierer vom Eis. Aber wir haben wieder einen Weg gefunden, den Sieg zu landen.“