
Köln | Die Pause ist vorbei, die Spannung steigt: Nach dem souveränen Viertelfinal-Sweep gegen die Schwenninger Wild Wings warten auf dem Weg zur Deutschen Eishockeymeisterschaft mit den Eisbären Berlin ein echter Angstgegner auf die Kölner Haie.
- Mittwoch steigt das erste Halbfinale zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien
- Kölner Haie erwarten eine hartumkämpfte Serie gegen den Titelverteidiger
- Kölner Haie haben aus der verlorenen Finalserie der letzten Jahres gelernt
Doch im Gegensatz zu vielen anderen Schlachten gegen den Abonnementmeister aus der Hauptstadt ist man beim KEC in dieser Saison sehr optimistisch, endlich mal wieder die Eisbären aus dem Weg zu räumen.
„Berlin ist ein guter Gegner, der uns, wie auch Schwenningen, alles abverlangen wird. Sie haben eine große Playoff-Erfahrung, sind sehr spielstark und haben viel Qualität in ihrem Kader“, weiß Jan-Luca Sennhenn.
Kölner Haie erwarten harten Kampf gegen Berlin
Der Verteidiger kennt aber auch die Stärken seiner Mannschaft: „Aber auch wir haben in dieser Saison und den Playoffs gezeigt, was wir können. Ich erwarte eine enge Serie und einen harten Fight.“
Im vergangenen Jahr spielten beide Klubs im Finale gegeneinander. Damals waren die Eisbären für die Haie gleich zwei Nummern zu groß und setzten sich mit 4:1-Siegen und 27:3 Toren durch.
Doch besonders die Art und Weise wie das Team von Serge Aubin auftrumpfte und die Kölner mit 5:1, 7:0, 7:0 und 7:0 demütigte, war besorgniserregend. „Die Lektion, die wir da gelernt haben, hilft uns dieses Jahr sehr“, meinte Trainer Kari Jalonen optimistisch.
Kölner Haie spielen mit Eisbären Berlin auf Augenhöhe
Doch in dieser Spielzeit ist es anders und es wird nicht so einseitig werden. Das Jalonen-Team agiert nicht nur auf Augenhöhe, obwohl der KEC zehn Spiele in Serie nicht mehr nach regulärer Spielzeit gegen die Berliner gewinnen konnten. Trotzdem hatte der Vorrundensieger in der Abschlusstabelle satte 21 Punkte mehr auf dem Konto als der Tabellensechste.
In den vier Aufeinandertreffen gab es jeweils Auswärtserfolge zu bejubeln. Die Haie gewannen zweimal mit 4:3 nach Penaltyschießen in der Uber-Arena, die Eisbären siegten mit 7:3 und 1:0 in der Lanxess-Arena.
Kölner Haie spielten konstante Hauptrunde
Der Grund: Während die Haie stabil und konstant durch die Hauptrunde siegten, hatte der Titelverteidiger mit vielen Problemen zu kämpfen. Besonders die Situation mit vielen Verletzten sorgten immer wieder zu Improvisationen im Kader.
Trotzdem warnt Sportdirektor Matthias Baldys: „Ich habe Berlin die ganze Saison über nie abgeschrieben, auch nicht, als es wegen Verletzungen nicht so gut für sie lief. Wir wissen, dass wir auf ein Topteam treffen, das zum entscheidenden Zeitpunkt in Topform ist.“
Serge Aubin: Köln ist eine große Herausforderung
Der Respekt wird von Berliner Seite gleich weitergegeben: „Köln ist gut, es wird eine große Herausforderung. Die Mannschaft ist mit der aus dem Vorjahr nicht mehr zu vergleichen“, erklärte Berlins Coach Aubin nach dem 6:5 nach Verlängerung über die Straubing Tigers im entscheidenden sechsten Viertelfinale.
Der Meistertrainer, der noch keine Playoff-Serie verloren hat, sagt weiter: „Die erste Serie ist immer die härteste, jetzt geht es nicht mehr um Druck, sondern um Gelegenheiten. Wir machen uns bereit und haben Spaß.“
Freude hat besonders wieder Ty Ronning gefunden. Der Kanadier, der im letzten Jahr bester DEL-Torschütze gewesen ist, ist nach langer Verletzung wieder fit und in Form. Bisher gelangen dem Angreifer schon fünf Tore und fünf Vorlagen.
Aber auch auf Liam Kirk müssen die Haie aufpassen. Der Stürmer erzielte in der Hauptrunde 32 Tore und war Garant für die direkte Playoff-Qualifikation des Champions. Gegen Straubing war Kirk jedoch nur einmal erfolgreich.
Zum Glück haben die Haie mit Janne Juvonen den besten Schlussmann im Kasten, um die geballte Offensive des Eisbären zu stoppe. Der Finne kassierte gegen Schwenningen nur fünf Gegentreffer und wies eine Fangquote von 95,455 Prozent auf.

„Er hat uns in vielen Partien mit tollen Paraden geholfen und wir können uns immer auf Janne verlassen“, betont Haie-Kapitän Moritz Müller, der endlich einmal die große silberne Meister-Trophäe in die Höhe stemmen will.
Bei den Kölner Haien kehrt Ryan MacInnis zurück
Bei dem Unterfangen kann der KEC, der am Dienstag per Flugzeig nach Berlin reiste, auch wieder auf den im Viertelfinale verletzten Ryan MacInnis zurückgreifen, den Eisbären fehlen am Mittwoch im ersten Duell dagegen die Angreifer Blaine Byron und Patrick Khodorenko sowie die Abwehrspieler Korbinian Geibel und voraussichtlich Mitch Reinke.
Die Halbfinaltermine:
Spiel 1: Eisbären Berlin gegen Kölner Haie – Mittwoch, 08. April, 19:00 Uhr
Spiel 2: Kölner Haie gegen Eisbären Berlin – Freitag, 10. April, 19:30 Uhr
Spiel 3: Eisbären Berlin gegen Kölner Haie – Sonntag, 12. April, 14:00 Uhr
Spiel 4: Kölner Haie gegen Eisbären Berlin – Mittwoch, 15. April, 19:30 Uhr
Spiel 5*: Eisbären Berlin gegen Kölner Haie – Freitag, 17. April, 19:00 oder 19:30 Uhr
Spiel 6*: Kölner Haie gegen Eisbären Berlin – Montag, 20. April, 19:30 Uhr
Spiel 7*: Kölner Haie gegen Eisbären Berlin, Bremerhaven – Mittwoch, 22. April, 19:30 Uhr
*falls erforderlich