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Februar 27, 2026
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Haie schnappen sich Sieg, Heimrecht und Nutivaara

Patrick Russell und Tanner Kero bejubeln den knappen Sieg der Kölner Haie gegen die Ingolstadt Panther. Foto: Denis Wroblewski

Köln | Der zweite Schritt im Kampf um den Titel ist gemacht: Die Kölner Haie haben sich bereits am 46. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale gesichert. Der KEC gewann gegen den ERC Ingolstadt vor 18.600 Besuchern in der ausverkauften Lanxess-Arena mit 6:3 (1:2, 3:1, 2:0 ) und sind bei 22 Punkte Vorsprung nicht mehr von den ersten vier Plätzen zu verdrängen.

  • Die Kölner Haie feiern Sieg über die Ingolstadt Panther
  • Durch den 36. Saisonsieg ist das Heimrecht für die Playoffs gesichert
  • Kölner Haie verpflichten Verteidiger Markus Nutivaara

„Es war wie ein Playoff-Spiel. Ich war nicht zufrieden mit der Leistung im ersten Drittel, aber wir hatten ein gutes Gespräch mit den Spielern in der Pause und haben Dinge verändert“, sagte Cheftrainer Kari Jalonen. „Danach waren wir wirklich gut. Das ist ein Sieg des Charakters.“

Nach dem souveränen Restart beim 7:2 der Haie gegen Schlusslicht Dresdener Eislöwen zeigten die Panther, dass sie aus einem anderen Kaliber sind als der Neuling. Ingolstadt entpuppte sich als spielstarke Mannschaft und setze den KEC schon im eigenen Drittel unter Druck. Die Folge waren viele Unstimmigkeiten im Aufbau des Tabellenführers und ein früher Rückstand.

168 Sekunden waren im ersten Abschnitt absolviert, da schlug es hinter Janne Juvonen ein. Daniel Pietta hatte einen perfekten Pass von Sam Ruopp am finnischen Keeper vorbeibringen können. Es war eine verdiente Führung für die Gäste (3.).

Kölner Haie kassieren ein Gegentor in Überzahl

Vom Spitzenreiter ging dagegen kaum Gefahr aus. Brady Austin verzog aus guter Position und im Powerplay klingelte es zwar im Tor, aber im falschen aus Kölner Sicht. Ingolstadt fuhr einen Konter, den Myler Powell (5.) erfolgreich abschließen konnte. Der zweite Treffer war ein echter Stimmungskiller im ausverkauften Henkelmännchen. Glück hatten die Haie, dass Alex Bretton mit einem Schlagschuss nur den Innenpfosten des Kölner Kastens traf (11.).

 Das Team von Kari Jalonen schaffte es in den ersten 20 Minuten zu selten, die Panther aus der stabilen Defensive zu bringen, verloren zwei Drittel der Bullys und der Zweikämpfe. So war der Anschluss durch Louis-Marc Aubry, der für Juhani Tyrväinen in der dritten Sturmformation als Center auflief, aus dem Nichts. Der 34-Jährige traf nach Vorlage von Kevin Niedenz per Schlittschuh ins Tor, nach Videobeweis fand der Treffer aber seine Anerkennung.

Louis-;arc Aubry erzielte gegen die Ingolstadt Panther das erste Tor für die Kölner Haie. Foto: Denis Wroblewski

Nach dem Tor entwickelte der KEC eine neue Körpersprache und zeigte eine weitere Reaktion. Valtteri Kemiläinen markierte nach Vorlage von Tanner Kero mit seinem elften Saisontreffer den Ausgleich (24.), nur 90 Sekunden darauf brachte Niedenz mit der Rückkehr die Haie erstmals in Führung (25.). Doch die Bayern ließen sich nicht abschütteln, DEL-Toptorjäger Riley Barber sorgte mit seinem 28. Tor für den Ausgleich (28.).

Patrick Russell erzielt in Unterzahl ein Tor für die Kölner Haie

Doch die Bayern ließen sich nicht abschütteln, Riley Barber antwortete mit seinem 28. Tor und besorgte den Ausgleich (28.). Im Kampf um die Krone des DEL-Torjägers wollte Patrick Russell seinem Kontrahenten nicht nachstehen. In Unterzahl schnappte sich der Däne den Puck, machte sich per Solo auf den Weg des Panther-Käfigs und vollendete mit seinem 27. Treffer zum 4:3 (39.). Es war das fünfte Tor der Haie mit einem Spieler weniger auf dem Eis in der Saison.

„Ein verrücktes Spiel, es ging hin und her auf beiden Seiten. Aber wir lieben so etwas. Im zweiten Drittel haben wir mehr als Team gespielt, trotzdem musste Janne Juvonen viel zu viele Paraden zeigen. Da müssen wir kompakter auftreten“, erklärte Aubry in der Drittelpause.

Im letzten Abschnitt blieb es hart umkämpft und eng. Pech hatten die Schanzer, dass Breton erneut den rechten Pfosten traf und so das 4:4 verpasste (49.). Auch Barber traf nur das Gestänge des Kölner Tores (54.). So reichten den Haien ein Geniestreich von Gregor MacLeod im Powerplay und Ryan MacInnis mit dem 6:3 nur 15 Sekunden später zum 36. Sieg in der Hauptrunde.

Kölner Haie verpflichten Markus Nutivaara

Wie Köln0221.de bereits berichtet hat, haben die Haie Markus Nutivaara unter Vertrag genommen. Der Verteidiger ist der sechste Finne im Team des KEC.

Sportdirektor Matthias Baldys sagt zum Zugang: „Mit Markus verstärken wir unsere Defensive sowohl in der Breite als auch in der Spitze. Er ist in allen Spielsituation einsetzbar und bringt Erfahrungen vom höchstmöglichen Level mit, was ihn zu einer wichtigen Ergänzung für unser Team macht. Nach seiner längeren Ausfallzeit hat er in dieser Saison bereits gezeigt, dass er wieder topfit ist. Er wird sich schnell in unser Team einfinden.“

Der ehemalige NHL-Spieler freut sich auf die Herausforderung in der Domstadt. „Ich habe nur Gutes über die Haie gehört und wie besonders es ist, für den KEC und vor den großartigen Fans zu spielen. Daher freue ich mich sehr darauf, dem Team dabei in jeglicher Weise zu helfen, eine erfolgreiche Saison zu spielen.“

Bedeutet: Nutivaara soll mithelfen, die Mission Titel zu beenden. Denn die Haie erhoffen sich nach der Vizemeisterschaft im letzten Jahr und der besonderen Hauptrunde den nächsten Schritt und den ersten Titel seit 2001.

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