
Köln | Angespannte Situation beim 1.FC Köln vor dem wegweisenden Heimspiel gegen Favorit Borussia Dortmund am Samstag im RheinEnergieSTADION.
Nach den letzten Pleiten, besonders dem desaströsen 0:2 zuletzt beim FC Augsburg, steht Trainer Lukas Kwasniok mal wieder in der Kritik und dem vielzitierten Zugzwang. Das bekam der Krisen-Coach auch durch provozierende Sprüchchen von manchem sogenannten „Fan“ unter den 100 Kiebitzen (darunter auch Ex-Profi Mark Uth) von der Bande beim Dienstag-Training zu hören. Die Schattenseiten eines öffentlichen Trainings eben.
„Fan“ pöbelt beim Training gegen FC-Coach Kwasniok
Kann gegen den BVB eine Überraschung gelingen?
Cenk Özkacar (25), zuletzt solider Stammspieler, wurde von Kwasniok nach dem Training zur Seite genommen und stellte sich anschließend der Medienrunde: „Wir kennen alle die Situation. Wir sind nur zwei Punkte weg vom Relegationsplatz. Wir dürfen keine Negativität in der Kabine zulassen und müssen positiv bleiben und zusammenhalten“, findet der Türke.

Und weiter: „Die Ergebnisse werden kommen und wir werden Punkte sammeln und da rauskommen. Das geht nur mit harter Arbeit. Es gibt immer Aufs und Abs. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren.“
Das tut Özkacar vorbildlich, für seinen Körper wurde der Verteidiger vom Coach zuletzt als „Maschine“ gelobt: „Vor dem Training und nachher arbeite ich an meinem Körper. Ich versuche einfach mein Bestes zu geben.“

Der vom CF Valencia aus Spanien ans Geißbockheim ausgeliehene Haudegen kann sich indes mit seiner Familie einen Verbleib in der Domstadt über den Sommer hinaus vorstellen. „Ich will wirklich gerne hier bleiben. Alles im Klub ist sehr gut. Aber es ist noch zu früh, darüber zu sprechen.“
Denn jetzt steht erstmals das Ding gegen Borussia Dortmund in der heimischen Arena an. Eine erneute Pleite – und die folgende Auswärtspartie beim HSV könnte schon ein „Endspiel“ für den Coach sein. . .