
Köln | Hier ging es heute Abend (12. Januar) zur Sache. Und der Andrang war weit größer als erwartet. . .
Koeln0221 hatte exklusiv berichtet: Mit Flugblättern unter dem Slogan „Unser Veedel, unsere Stimme“ hatten Initiatoren gegen den Plan der Verlagerung des Drogenkonsumzentrums vom Neumarkt an die Wilhelm-Hoßdorf-Straße im Wohngebiet protestiert und zu einer Versammlung animiert. Diese steigt nun am Abend in der Aula Berufskolleg am Perlengraben.
Der Koeln0221-Bericht hatte in der Lokalpolitik Wellen geschlagen. Denn die Debatte um die „Drogenbude“ gefällt nicht jedem Verantwortlichen, der populistisch glänzen und die Entscheidung am 5. Februar vielleicht im Stillen so mit durchwinken wollte.

Wohin mit den suchtkranken Menschen?
Vorab postulierten die Protest-Macher aus ihrer Sicht unmissverständlich: Zu uns nicht. Denn: „Das Pantaleonsviertel ist ein familienfreundliches Wohnviertel. Die geplante Ansiedlung eines Drogenkonsumzentrums am Perlengraben, direkt an der Haltestelle Severinstraße, würde das Wohnumfeld für Familien, Kinder und Senioren erheblich beeinträchtigen.“

Und weiter: „Der Perlengraben ist zudem eine wichtige Verbindung und Nahtstelle zwischen Pantaleons-, Georgs- und Severinsviertel – die Auswirkungen wären daher in mehreren Vierteln spürbar. Wir setzen uns für alternative Standorte ein und fordern eine Bürgerbeteiligung bei dieser Entscheidung.„
Man rechnete mit 450 Teilnehmern und einer kontroversen Versammlung. Es kamen mehr. 480 waren drinnen, über 700 weitere draußen. Sie wurden mithilfe des Internets quasi zugeschaltet, konnten die Beiträge per Link via Facebook und YouTube-Stream verfolgen.
Fokus liegt nun auf Stadt-Veranstaltung am 20. Januar
Sprecherin Simone-Chantal Büttenbach: „Es waren Vertreter der IG Severin da, der ABC Südstadt, verschiedenste Personen aus Elternschaften der Schulen um uns drum, auch aus der Politik. Was aber sehr schön war, ist, dass niemand als Politiker gesprochen hat, sondern es ganz allgemein gehalten wurde, so dass die Bürgerinnen und Bürger, die Anwohner ihre Fragen und Statements abgeben konnten, wie auch wir als IG, so dass wir morgen dann wahrscheinlich auch schon die ersten Zahlen nennen können, wie viele Mitglieder wir dadurch auch heute zusammen geworden sind.“
Das nächste Ziel der Veranstalter ist jetzt: „Wichtig ist auch, dass wir gesagt haben, dass alle insofern mitmachen können, dass sie am 20. Januar zu der Veranstaltung der Stadt Köln in das VHS-Gebäude am Neumarkt gehen, dort anwesend sind und mit gleicher Mann und Frau Stärke dort sind wie heute und dort genauso ihre Meinung sagen wie heute.“
Es gehe auch und gerade um die Spielplatzfläche: „Die ist ja immer noch da und wir als Familien im Viertel kämpfen seit acht Jahren ja dafür, dass dieser Spielplatz saniert / erneuert wird.“