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April 8, 2026
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Eisbären eiskalt: Haie verlieren erstes Halbfinale

Haie-Kapitän Moritz Müller absolvierte am Mittwochabend sein 100. DEL-Spiel gegen die Eisbären Berlin. Foto: Denis Wroblewski

Berlin / Köln | Die rund 300 Kölner Fans unter dem Dach der Uber-Arena versuchten alles, feuerten ihre Haie bis zum Ende an. Es nützte aber nichts. Der DEL-Hauptrundensieger kassierte im ersten Halbfinale bei den Eisbären Berlin eine verdiente 3:6-Niederlage.

  • Kölner Haie verlieren erstes Halbfinale bei den Eisbären Berlin
  • Kölner Haie kassieren erste Niederlage in den Playoffs
  • Haie-Torwart Janne Juvonen wurde nach dem zweiten Drittel ausgewechselt

So kassierte der KEC die erste Pleite in den Playoffs und müssen sich am Freitag im zweiten Duell besonders in der Defensive steigern und in der Offensive eine höhere Effizienz zeigen, um weiter im Titelrennen zu bleiben.

Maximilian Kammerer will Freitag angreifen

„Wir haben lange Strecken ein gutes Spiel gemacht, aber nicht die Tore gemacht. Berlin dagegen war eiskalt“, meinte Maximilian Kammerer. „Wir wissen aber, dass wir es besser machen können. Abhaken, am Freitag geht es weiter. Wir greifen wieder an.“

Ich bin sehr zufrieden. Der gute Start hat uns geholfen“, erklärte der gebürtige Kölner Frederik Tiffels im Berliner Trikot. „Wir waren aggressiv, wollen dies aber über 60 Minuten durchziehen.“

Amtierender Meister gegen den Hauptrundensieger. Mehr Eishockey geht eigentlich nicht. Und so verlief auch das erste Drittel, indem die Eisbären viel Druck machten, in der Anfangsphase energischer und bereiter agierten und verdient in Führung gingen.

Eisbären Berlin gehen früh in Führung

In der fünften Minute sorgte Adam Smith für das 1:0. Der Berliner Verteidiger überraschte dabei Janne Juvonen mit einem Schuss aus ganz spitzem Winkel. Eigentlich war der Versuch keine große Prüfung für den Finnen, doch der Puck rutschte durch.

Nur 126 Sekunden später jubelten die Eisbären erneut. Moritz Kretschmar nahm einen perfekten Pass von Smith auf und verwandelte eiskalt mit einem Schuss unter die Latte (7.). Es war das erste Karrieretor des Abwehrspielers.

Valtteri Kemiläinen sorgt für Hoffnung bei Kölner Haien

Und die Haie? Die kamen nach dem schläfrigen Start auf Touren und schafften gleich den Anschluss – natürlich im Powerplay. Valtteri Kemiläinen hatte von der blauen Linie abgezogen, Tanner Kero nahm Berlins Torwart Jonas Stettmer die Sicht, so dass der Puck in der kurzen Ecke einschlug (9.).

Danach wog die Partie hin und her. Veli-Matti Vittasmäki rettete in höchster Not für den bereits geschlagenen Juvonen bei einem Versuch von Marcel Noebels, auf der anderen Seite verzog Frederik Storm drei Sekunden vor der Sirene freistehend.

Im zweiten Abschnitt kamen die Haie mit Wucht aus der Kabine, schnürten die Hauptstädter zunächst im eigenen Drittel ein. Der Ausgleich fiel aber nicht, dafür klingelte es zweimal im Kölner Kasten binnen 66 Sekunden.

Kölner Haie kassieren zweiten Doppelschlag

Marcel Noebels traf mit einem Lupfer aus der Luft zum 3:1 (24.), wenige Sekunden später erhöhte Jonas Müller mit einem Schuss in den Winkel auf 4:1 (25. ) für den Titelverteidiger.

Aber die Haie gaben nicht auf. Nachdem Louis-Marc Aubry bei einem Solo am Pfosten gescheitert war, verkürzte Patrick Russell in Unterzahl auf 2:4 (34.). Doch die Freude währte nicht lange, da die Berliner erneut zubissen. Wieder war es Kretschmar (36.), der den alten Abstand wieder herstellte.

„Berlin spielt unheimlich aggressiv. Wir haben sehr viele Chancen, machen sie aber leider nicht rein. Hinten machen wir kleine Fehler, die bestraft werden. Die müssen wir abstellen“, analysierte Dominik Bokk.

Fünf Gegentore hatte der KEC gegen Schwenningen in der gesamten Viertelfinalserie zusammen kassiert. Dementsprechend reagierte Cheftrainer Kari Jalonen, der zum letzten Drittel Juvonen vom Eis nahm und Felix Brückmann in den Kasten beorderte.

Kölner Haie verzweifeln an Jonas Stettmer

Zwar probierte die Kölner alles und hatten auch gute Möglichkeiten durch Kero, Bokk, Kemiläinen und Russell, doch die Scheibe wollte einfach nicht in den Eisbärenkäfig. Jonas Stettmer im Tor zeigte dabei eine starke Paraden.

Dagegen trafen die Berliner erneut durch Lex Lancester, als die Haie einen sechsten Feldspieler für Brückmann brachten (58.). Der dritten Haie-Treffer durch Gregor MacLeod kam dagegen viel zu spät (59.).

So liegen die Haie erstmals in den diesjährigen Playoffs zurück, sie können die Serie aber gleich am Freitag im ersten Heimspiel in der Lanxess-Arena ausgleichen.

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