
Köln | Was für ein Echo! Was für eine Anteilnahme!
Die von ebenfalls koeln0221 exklusiv vermeldete Todesnachricht vom Dahinscheiden Manfred Schalls (†79) rührte gefühlt halb Köln.
Denn der frühere, durchaus polarisierende Milieu-Protagonist und Diskothekenbesitzer („Le Bateau“) vom Ring, Spitzname: „Die Botteram“ (das Butterbrot) war in großen Teilen der Szene und darüber hinaus bis zuletzt äußerst beliebt.
So arbeitete der charismatische Irokese als eine Art „Hausmeister“ und Security-Mann im schönen „Mauritius Hotel & Therme“-Komplex im Herzen der City und galt den Mitarbeitern wie der Eigentümerfamilie als guter Geist und Beichtvater, auch in gerade in schwierigen Zeiten wie z.B. der Corona-Pandemie.
Schicksal Manfred Schalls rührt tausende User im Netz
„20 Jahre hat er jeden Tag bei uns verbracht. Er gehörte zum Inventar, nicht nur als Security, auch als rechte Hand der Inhaberfamilie Wiese. Er ist Teil der Familie, hatte immer gute Sprüche auf Lager und hat mit seinen Lebensweisheiten den ein oder anderen zum Lachen gebracht. Wir standen bis zum Ende hinter ihm (…) Lieber Manni, dein Platz an der Theke und in unserem herzen wird immer dir gehören“, hatten die Macher der Therme öffentlich kondoliert.
Der überraschende Tod des überzeugten Gesundheitsfetischisten – offenbar infolge eines durch eine Bronchitis ausgelösten verschleppten Herzinfarkts – ist das eine, die Beerdigung indes soll einen würdevollen Rahmen bekommen.
Allein angesichts des gewaltigen Klick-Echos auf unsere Artikel über das tragische Schicksal von der Botteram ist am 23. April auf Melaten mit einem kleinen „Staatsbegräbnis“ zu rechnen.
Dass frühere Vertreter der Zeit des „Chicago am Rhein“ bei ihren Beisetzungen die Weggefährten in Scharen anziehen, ist indes nichts Neues. Unvergessen, was z.B. bei Karate Jacky oder Dummse Tünn los war.
Nun ist der Termin fix und die Freunde können ihren Besuch auf der Zeremonie planen, um der „Botteram“ die letzte Ehre auf Melassen zu erweisen.