
Köln | Sie kämpfen einfach weiter!
Obwohl die Stadt Köln am Montag Nachmittag offiziell bekanntgegeben hatte, dass der Wochenmarkt „meet & eat“ Geschichte ist und es stattdessen künftig am Rudolfplatz mit dem „Konzept der Deutschen Marktgilde“ weitergehe, wollen sich die „meet & eat“-Macher mit der Ausbootung noch längst nicht abfinden.
Weil die Aktion schon einmal gefruchtet habe, starteten sie erneut eine Online-Petition und sammeln trotzig Unterschriften, um „meet & eat“ an gleicher Stelle fortsetzen zu können.
„Vor wenigen Tagen wurde entschieden, dass „meet & eat“ bereits in dieser Woche beendet wird. Nur noch wenige Tage bleiben, dann soll ein Markt verschwinden, der seit über zehn Jahren erfolgreich Teil des Kölner Lebens ist“, heißt es in dem dazugehörigen Aufruf.
Und weiter: „Bereits im letzten Jahr haben fast 7.000 Menschen unsere Petition „meet & eat muss bleiben“ unterschrieben. Diese wurde als erfolgreich gewertet. Denn uns und der Öffentlichkeit wurde vermittelt, dass an einer Weiterführung des Marktes gearbeitet und eine Lösung gefunden wird. Wir feierten gemeinsam diesen Erfolg und stehen jetzt trotzdem vor dem Aus.“
Die Entscheidung der Marktverwaltung Köln sei kurzfristig erfolgt, ohne transparente Kommunikation, ohne Dialog und ohne Einbindung von den Händler*innen: „Dabei sind wir diejenigen, die diesen Markt tragen und über Jahre gemeinsam mit euch Besucher*innen erfolgreich aufgebaut haben. Sei es in schwierigen Zeiten, im Winter, bei Wind und Wetter und während der Corona-Zeit.“
Das Dilemma für die Macher: „Nach einem erneut harten Winter endet „meet & eat“ nun genau zum Start der Saison. Investitionen wurden getätigt, das Jahr ist bereits durch geplant. Für viele von uns bedeutet diese Entscheidung einen massiven finanziellen und emotionalen Einschnitt, bis hin zur existenziellen Bedrohung.
Gerade in solchen schwierigen und angespannten Zeiten sind solche Orte der Begegnung, der Gemeinschaft und der Offenheit wichtiger denn je.“
Sie fordern deshalb „mit Nachdruck: Dass „meet & eat“ nicht beendet, sondern gemeinsam mit uns Händler*innen weitergeführt wird. Eine transparente Aufklärung der Entscheidung, einen offenen Dialog auf Augenhöhe und eine Lösung, die den Fortbestand dieses gewachsenen Marktes mit uns ermöglicht.
Kölner „meet & eat“-Gründer kämpfen um nackte Existenz
Gerade weil sich im vergangenen Jahr zahlreiche politische Vertreter*innen öffentlich für den Erhalt von „meet & eat“ ausgesprochen haben und wir auf diese Versprechen gesetzt haben, ist es nun umso wichtiger, dass ihnen auch Taten folgen und es nicht bei leeren Wahlkampfversprechen bleibt.“
Auf einer Demo am Donnerstag will man das Vorhaben proklamieren: „Redet mit uns, nicht über uns! Entscheidet mit uns, nicht über uns! Köln, hör deinen Bewohner*innen doch endlich mal zu!
Denn „meet & eat“ steht für das Köln, das wir lieben: vielfältig, offen, herzlich und voller Leben. Unterschreibt und teilen, kommt zur Demo und helft mit „meet & eat“ zu bewahren, für ein modernes, lebendiges und vielfältiges Köln!“