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Januar 4, 2026
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Angriffe auf Polizisten und Co.: So asozial verlief Silvester in Köln

Köln | Die Bilanz ist da.

Die Kölner Polizei vermeldet: „Bis in den frühen Donnerstagmorgen (1. Januar) war die Polizei Köln in der Silvesternacht 2025/26 mit mehreren hundert Polizistinnen und Polizisten für die Sicherheit der Feiernden in Köln und Leverkusen im Einsatz.

Bereits vor Mitternacht kam es insbesondere im Bereich der Rheinuferpromenade sowie an den bekannten Feier-Hotspots rund um die Kölner Ringe und das Zülpicher Viertel zu einem hohen Besucheraufkommen. Nach dem Jahreswechsel nahm die Zahl der Feiernden dort jedoch rasch wieder ab.

Im Verlauf der Nacht (Stand: 6 Uhr) erteilten die Einsatzkräfte in Köln und Leverkusen insgesamt 86 Platzverweise, nahmen 29 Personen in Gewahrsam und leiteten Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie sexueller Belästigung ein. Zudem stellten die Beamten fünf Messer sicher.

Im Rahmen von Verkehrskontrollen überprüfte die Polizei Köln über 40 Autofahrer. In mehreren Fällen leiteten sie Verfahren wegen des Verdachts des Fahrens unter Alkohol- und/oder Betäubungsmitteleinfluss ein. Vier Autofahrer mussten infolgedessen ihre Führerscheine vor Ort abgeben.

Einsatzlage Köln:

Bereits kurz vor Mitternacht meldeten mehrere Anrufer über den Notruf eine Personengruppe auf der Berliner Straße in Köln-Mülheim, aus der heraus offenbar wahllos auf vorbeifahrende Autos geschossen worden sei. Die Einsatzkräfte stellten einen von Zeugen beschriebenen Verdächtigen und fanden bei einer Durchsuchung eine PTB-Waffe. Es folgte die Sicherstellung der Schreckschusswaffe sowie eine entsprechende Strafanzeige.

Gegen 0.20 Uhr beschoss ein Mann auf dem Hohenzollernring mehrere Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern. Die Beamten nahmen den Mann daraufhin in Gewahrsam und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein.

Nachdem eine überwiegend jugendliche Personengruppe gegen 1 Uhr im Bereich des Görlinger Zentrums Polizisten mutmaßlich gezielt mit Feuerwerkskörpern beworfen hatte, verstärkte die Polizei dort ihre Präsenz und zog Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei hinzu. Zwei beteiligte Jugendliche (beide 14) wurden angetroffen, ihre Personalien festgestellt und die Erziehungsberechtigten informiert. Beide erwartet ein Ermittlungsverfahren. Die Polizisten blieben unverletzt.

Über die gesamte Nacht (Stand: 6 Uhr) wurden der Polizei Vorfälle des missbräuchlichen Einsatzes von pyrotechnischen Gegenständen gemeldet. Dabei stellten die Einsatzkräfte mehrfach den Beschuss von Personen – darunter auch Polizisten – sowie von Fahrzeugen mit Feuerwerkskörpern fest. In allen Fällen leiteten die Beamten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein oder fertigten Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Eine detaillierte Aufstellung der Kriminalitätszahlen wird am 8. Januar veröffentlicht.

Einsatzlage Leverkusen:

In Leverkusen-Rheindorf wurden Streifenteams gegen 2.15 Uhr zu einer brennenden Mülltonne auf den Königsberger Platz gerufen und während der Einsatzbearbeitung von Unbekannten mit Feuerwerkskörpern und einer Schreckschusswaffe attackiert. Als die Polizisten wenig später zu ihrem Streifenwagen zurückkehrten, stellten sie eingeschlagene Front- und Heckscheiben sowie beschädigte Außenspiegel. Die Beamten selbst blieben unverletzt.

Gegen 4 Uhr rückten die Streifenteams zu einer Schlägerei zwischen mehreren Beteiligten auf die Unterstraße in Rheindorf aus. Nachdem Polizisten die Situation beruhigt und den Sachverhalt aufgenommen hatten, brachten sie einen aggressiv auftretenden Mann ins Polizeigewahrsam. Er muss sich unter anderem wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten. Zwei Beteiligte erlitten leichte Verletzungen bei der Auseinandersetzung und wurden in einem Krankenhaus versorgt.

Gegen 5 Uhr gaben Polizisten einem unbeleuchteten Fahrzeug auf der Solinger Straße in Rheindorf Anhaltezeichen. Der Fahrer (25) beschleunigt jedoch und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. Seine Flucht endete nach einem Aufprall auf einen Briefkasten. Die Beamten stellten den mutmaßlich unter Drogeneinfluss stehenden Mann und ordneten eine Blutprobe an.“

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