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Juli 27, 2026
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Turbo-Trainer-Aus! Ex-FC-Kapitän nach zwei Spielen gefeuert

Ljubljana | Das ging schnell!

Als Spieler war er beim FC eine grundsolide Bank, spulte als Rechtsverteidiger sein Pensum ab, war gar eine Zeit lang Aufstiegskapitän und erzielte mal ein Derby-Doppelpack gegen Gladbach!

Doch als Trainer muss Miso Brecko (42) nun einen Dämpfer einstecken.

Gerade angeheuert, schon gefeuert!

„NK Olimpija Ljubljana und Mišo Brečko vereinbaren heute den Abschluss ihrer Zusammenarbeit“, gab der slowenische Hauptstadtklub bekannt.

Und das nach nicht mal zwei Monaten, nach nur zwei Saisonspielen! Brecko hatte den Job erst am 9. Juni angetreten. Zuvor hatte er Sloweniens U19 betreut.

Miso Brecko in Ljubljana nach Saisonstart entlassen

„Aufgrund der aktuellen sportlichen Lage hat Sportdirektor Necat Aygün der Vereinsführung seine Entscheidung mitgeteilt. Nach einer gründlichen Analyse der Mannschaftsentwicklung in der letzten Zeit, in der das Team vier Niederlagen hinnehmen und nur ein Tor erzielen musste, hat der Verein beschlossen, den Cheftrainer auszutauschen“, heißt es vom Klub.

Und weiter: „Diese Ergebnisse haben die Mannschaft auf den letzten Tabellenplatz abrutschen lassen und den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte markiert. Ziel dieser Maßnahme ist eine sportliche Neuausrichtung mit dem klaren Ziel, die Mannschaft so schnell wie möglich wieder auf Erfolgskurs zu bringen“.

Und was sagt der Ex-Nationalspieler zu dem kuriosen Aus?

Er wandte sich in einer öffentlichen Stellungnahme via Social Media an die Fans – und bewies sich als Gentleman.

„Hallo,

mir war bewusst, worauf ich mich einlasse. Ich wusste, dass es nicht einfach werden würde, insbesondere aufgrund der Zusammenarbeit mit einigen Personen in der Vereinsführung. Und das ist nicht Olympia. Ein Verein wie Olimpija gibt nicht auf!

Ich bin mit großem Ehrgeiz, Motivation und Verantwortungsbewusstsein an diese Aufgabe herangegangen. Gemeinsam mit Žinko, Kirma und Pintarich haben wir jeden Tag unser Bestes gegeben, um die Mannschaft optimal vorzubereiten.

Ich bin überzeugt, dass wir die Mannschaft physisch und taktisch sehr gut vorbereitet haben, was auch die Statistiken bestätigen. In beiden Spielen waren wir statistisch gesehen der bessere Gegner und in vielen Aspekten des Spiels dominant, auch wenn ich weiß, dass wir nicht perfekt gespielt haben. Das Glück war uns auch nicht hold. Und im Fußball entscheiden letztendlich die Tore.

Ich glaube, dass sich das Gesamtbild sehr schnell ändern wird. Zwei Spiele sind einfach zu wenig, um die Arbeit des Trainerteams realistisch zu bewerten. Deshalb ist es schwierig, von einer echten Chance zu sprechen.

Gleichzeitig wusste ich vom ersten Tag an, dass eine langfristige Zusammenarbeit mit bestimmten Personen in der Vereinsführung wohl nicht lange möglich sein würde. Ich konnte auch nicht erkennen, dass sie an Fortschritt interessiert waren, weder an der Jugendarbeit noch an der Vereinsorganisation. Ich habe auf einige Missstände im Verein hingewiesen, die behoben werden müssten. Vielleicht hat es niemandem gefallen, aber es stimmt auch, dass es weder in den Medien noch im operativen Bereich des Vereins an Führung mangelt.

Trotz allem bereue ich es keine Sekunde, diese Herausforderung angenommen zu haben. Würde ich heute erneut entscheiden müssen, würde ich genauso handeln. Nicht wegen der Vereinsführung, sondern wegen derer, die sich mit Herzblut für den Verein einsetzen, der Spieler und vor allem wegen des Vereins selbst, wie Olympia.

Ich danke Olympia herzlich für die Chance. Ich wünsche diesem großartigen Verein, dass er bald Frieden, Stabilität und den Weg zu den Erfolgen findet, die seine Geschichte, seine Fans und sein Name zweifellos verdienen. Viel Glück, Olympia!“

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