
Velden am Wörthersee | Jeck im Sunnesching auf kärntnerisch?
In Velden am Wörthersee kein Problem. Da hieß es am Freitag Abend wieder: Velden in Weiß!
Wir berichten immer gern über das Verhältnis der Domstadt zur Partnerstadt Klagenfurt im schönen Österreich, die dreimal wöchentlich im Sommer von Eurowings angeflogen wird.
Und die Besuche lohnen sich!
Jetzt auch wieder am Freitag Abend.
Die traditionelle Sommer-Motto-Party „Velden in weiß“ lockte viele tausende Besucher am Freitag in den malerischen Hotspot am Wörthersee, gefeiert wurde eben in einheitlichem Dresscode bis in die frühen Morgenstunden.
Velden in weiß: Wörthersee-Hochburg boomt
Die kreative Werbung des Tourismusverbands um Hannes Markowitz in den sozialen Netzwerken zeigte offenbar Wirkung.

Denn im gesamten Wörthersee-Hotspot – ob am Casino, „Stamperl“, Brunnenplatz und in der Bucht bis zur Marina Lounge, hieß es bei der „Fete Blanche“ friedlich und ausgelassen: Vollgas!
Besonders erfreulich: Auch das Team von „Börserl“ konnte wieder lachen.
Genau nur Woche nach dem furchtbaren Unfall, als eine Seniorin ihren PKW geistesabwesend auf die Terrasse in den Gastgarten gelenkt und einige Menschen verletzt hatte (koeln0221 hatte berichtet) – was österreichweit für Schlagzeilen besorgt hatte – wurde auf der Fläche wieder mit bester Laune getanzt und der Schock verdaut.

„Die Party war einfach mega! Es waren so viele Leute da – der Platz war komplett voll. Die Stimmung war unglaublich und alle hatten richtig gute Laune. Ein Abend, den man nicht so schnell vergisst“, so die tapfere Wirtin Selina Schneider mit ihrem Team.
Nebenan gab Entertainer Spiegelman in der „Rosamunde“ von Gastgeber Franz Böhmer („Unglaubliche Gaude!“) mit seiner voluminösen Sax-Show Vollgas.
Und: Unweit feierte auch Alexander Wielandt vom „GIG“ direkt am Casino einfach immer weiter: „Ausgelassene Feierstimmung und bis 2 heraußen und bis 4 im Club…“
Das schreit nach einer Neuauflage.
Und zwar schon in einer Woche! Denn dann steigt im Nachbarort Villach der berühmte Kirchtag! Eine Party-Woche fürs Brauchtum, ebenso vergleichbar von der Wirtschaftskraft für die Region wie der Kölner Karneval.

Die Ruhe vor dem Sturm!
Ruhig ist es an der Transgourmet-Zentrale in Villach freilich nicht. Ein LKW nach dem anderen „cruised“ schon in die Zufahrt. Und Stefan Allesch ist mitten in der heißen Phase der Planung – für den Villacher Kirchtag!
Transgourmet: Villach Kirchtag in den Startlöchern
„Vom Aufwand und von der Attraktion DAS Highlight des Sommers“, sagt der Standort-Leiter des Lebensmittelgroßhändlers beim Besuch von 5 Minuten und winkt mit seinem Logistikleiter aus dem Fahrerhaus des LKW zu, „beim Kirchtag ist die Welt in Ordnung.“ Und der Aufwand riesig!
30 Kirchtagsstände werden vom Unternehmen in der Feierwoche (26. Juli – 2. August) des Brauchtumsfests betreut, eine halbe Million Besucher mit kulinarischem Programm verköstigt. Eine Rund-um-die-Uhr-Mammutaufgabe für die Helfer im Hintergrund.
„Wir kennen und wir können den Kirchtag“, schmunzelt Allesch, „Das heißt, wir wissen schon, was zu tun ist. Die Prozesse sind ähnlich der letzten Jahre. Never change a winning system. Wir haben im Sommer 95 Mitarbeiter am Standort. Und ich würde sagen, dass zehn Mitarbeiter sich tatsächlich in der Woche fast nur um den Kirchtag kümmern. Vorplanung und Nachbereitung ist dann noch einmal ein anderes Thema.“
Was der feierlustige Besucher der Gaude kaum ahnt: Die große Herausforderung liegt in den ganz frühen Morgenstunden. „Weil um 4 Uhr die Bestellaufnahme stehen muss wie die Kommission, und die 16 LKWs in die Zone zum Ausliefern fahren – bis 10 Uhr muss die Ware am Start sein!“, erklärt Allesch.

Da gibt es für die Fahrer dann auch schon mal kuriose Begegnungen mit Feiernden, die auf dem Nachhauseweg sind. Und mit den anderen Mitbewerbern. Der Planer: „Man steht sich im freundschaftlichen Weg, denn auch andere LKWs z.B der Brauereien wollen zu ihren Kunden. Und das ist dann schon eine Herausforderung, weil die Zeit begrenzt ist. Das heißt, du hast eineinhalb, zwei Stunden, bis du wieder draußen sein musst. Das ist die Herausforderung.“
Doch die Vorfreude ist trotz alles Planungsstresses riesig.
„Wie für Köln der Karneval, ist in Villach der Kirchtag eine weitere Jahreszeit“, so der Gastro-Profi, der mit seinem Team 200 Tonnen Waren in der Zeit bewegt, „500.000 Besucher, die in der Woche am Kirchtag sind, das ist schon eine Hausnummer.
Es sind schon ganz, ganz viele Prozesse zu denken und zu schauen, in der Woche selber bin ich natürlich jeden Tag auch selber am Kirchtag. Aber das ist dann fast kein Job, es ist eine Freude. Die Leute sind gut drauf, die Stimmung ist toll, den Gastronomen geht es gut und wir feiern mit.“
Das Tagesgeschäft läuft indes genauso weiter. Bis zum nächsten Mal. . .