
Köln | Das Ende einer Gastro-Ära im Veedel!
Die fast durchweg begeisterten, positiven Google-Rezensionen im Netz halfen am Ende auch nicht.
Am Sonntag Abend (19.4.2026) gaben die Inhaber einer beliebten Sülzer Kneipen-Institution buchstäblich das „Schlösselche“ ab.
Tür zu für ein Lokal, das originaler kaum sein kann und konnte: Der charmante gleichnamige Schuppen mit dem Schlüssel an der Fassade und den Schlüssel-Symbolen an der Decken-Deko erlebte seine letzte rauschende Feier mit Stammgästen.
Schlösselche war Treffpunkt für Nachtschwärmer
Im ur-kleinen Schlauch, dem wohl kleinsten Kölns, mit gekacheltem Tresen und Dartautomat prostete man sich auf der Sülzburgstraße zum Abschied noch einmal zu und schwelgte gemeinsam in Erinnerungen.
„Liebe Gäste, ne wat wor dat ne super jeile Zick“, verabschiedeten sich die Betreiber Regina Gentges und Helmut auch per Aushang mit dem Brings-Refrain gegenüber ihrem Publikum, „Heute stoßen wir das letzte Mal mit euch auf unser Schlösselchen an. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für eure langjährige Treue und die tolle Zeit bedanken.

Wir behalten viele schöne Momente in Erinnerung. Tschö sagt das Team vom Schlö.“
Die Nachbarn in Sülz sind traurig wie perplex. Jahrzehntelang existierte die wohl mit kleinste Kneipe der Domstadt, die Zeit reicht bis Anfang der 50er zurück. Die heutigen Inhaber übernahmen das Schlösselche 1992.
Doch der Mietvertrag wird „altersbedingt und schweren Herzens“ nun nicht mehr weiter verlängert – es soll offenbar nun mit einer Kneipe dort nicht mehr sein.
An Ort und Stelle wird es so für die vielen Nachtschwärmer, die gern noch um 4 Uhr morgens auf einen Absacker Halt machten, nur noch ein Stück Veedels-Nostalgie bleiben.
Schade um die originale Kneipen-Kultur des Alten Sülz, die aus Sicht vieler Nachbarn immer mehr wegstirbt. . .