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Zum Todestag: „Karate Jacky wird nicht vergessen!“

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Köln | Das „Annoheim“ in der Kölner Südstadt.

Als er noch lebte und mit seinem Rad in den Hof fuhr, war in der bekannten Obdachlosen-Einrichtung immer was los.

Am Wochenende jährt sich nun schon zum fünften Mal der Todestag von Jakob Franzen alias „Karate Jacky“, der im Kölner Milieu als „Weltmeister der Straße“ seinen Rang und Status hatte und in der Einrichtung überraschend mit gerade einmal 61 Jahren verstarb.

Trotz der Corona-Zeit war die Anteilnahme am Schicksal des früheren Kampfsportlers und Türstehers damals riesig. Die Nachricht von Karate Jacky Tod bescherte den lokalen Medien geradezu kranke Klickrekorde im Netz.

Die Kunde erreichte auf diese Weise pragmatische Helfer, die nicht zulassen wollten, das der im Veedel beliebte und verarmte Ex-Türsteher vollends in der Versenkung verschwand.

Rote Funken wollen für Milieu-Legende wieder helfen

Szene-Insider Roland Bebak trommelte frühere Weggefährten und Freunde zusammen, schaute was finanziell an Spendenbeschaffung ging und ermöglichte mit der Motorrad-Gruppe „Tafelrunde“ ein kleines Staatsbegräbnis mit würdiger Ruhestätte für den leider mittellosen Karate Jacky.

SPIEGEL.tv schickte eigens an diesem Tag ein TV-Team und drehte einen Beitrag, Anton Claaßen alias „der Lange Tünn“ hielt emotional bewegt die Grabrede für seinen alten Freund Jacky.

Die Roten Funken engagierten sich ebenso und unterstützten die Tafelrunde drei Jahre in Folge einen Tag mit Essens- und Kleiderausgabe an jenem Ort, dem Annoheim, wo Karate Jacky einst auch starb. In diesem Jahr nun soll die Tradition im Herbst wieder aufgenommen werden. Bekanntermaßen wird ja auch der Vringstreff unterstützt.

„Karate Jacky wird nicht vergessen. Den Obdachlosen im Veedel zu helfen, ist als Rote Funken unser Auftrag“, sagt Präsident Dirk Wissmann am Samstag Mittag (28. März) zu koeln0221.

Für das älteste Traditionskorps im Kölner Karneval ist der großherzige Jürgen Zumbe seit damals der Initiator der Hilfsidee: „Wir möchten uns engagieren und im Herbst diesen Tag gerne wieder veranstalten“, kündigt er an.

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