
Köln | Sie lassen sich die Freude am Fußball einfach nicht nehmen.
Philipp Kadgiehn (32) und sein Kumpel Dennis sind eingefleischte Anhänger des 1.FC Köln und gehen mit den Geißböcken, seit sie denken können, durch et Füer.
Dass dieser Ausdruck buchstäblich im Januar 2025 wahr werden sollte, hätte sich das Duo indes nicht vorstellen können.
Denn sie gerieten mitten in die feige Attacke von HSV-Hooligans auf friedliche Kölner Anhänger im Vorfeld der damaligen Zweitliga-Begegnung in der Hansestadt.
1.FC Köln: Fan-Duo geriet 2025 in Tumult in Hamburg
„In der Rutsche war es fast wie ein Klassentreffen. Da waren viele friedliche Kölner, die man so kennt. Wir sind dann kurz raus, um ein Kölsch zu trinken, ich hab einen Kranz geholt und was soll ich sagen: Dann kamen die „netten“ Hamburger vorbei, mit 150-200 Mann. Sie trugen Sturmmasken und schlugen direkt drauflos.“
Die Attacke hatte Folgen: Rund 100 Polizistinnen und Polizisten waren an Razzien im Anschluss beteiligt, die sich gegen 22 Verdächtige des Angriffs im Alter von 19 und 36 Jahren richteten. 19 Wohnungen wurden durchsucht.

Philipp hatte Glück im Unglück, bekam „nur Glasscherben“ ab. Und traumatische Folgen hatte die Attacke, die seinerzeit bundesweit Schlagzeilen machte, nicht. Denn den leidenschaftliche Hobby-Schiedsrichter haut so schnell nichts um.
Er kündigt mit seinem Kumpel an: „Wir haben die Züge und das Hotel längst gebucht, fahren auch dieses Wochenende wieder zum Spiel nach Hamburg. Das ist einfach eine geile Stadt und ein perfekter Wochenendtrip von Freitag bis Sonntag.“
Auch in die „Rutsche“ soll es natürlich wieder gehen. Wie im Vorjahr.
„Klar gehts auf die Reeperbahn. Auch wenn es ein bisschen ein mulmiges Gefühl ist. Doch so eine unangemeldete Attacke kann ja überall passieren. Man darf sich die Freude am Fußball nicht nehmen lassen“, findet Philipp.