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Trotz Nullnummer: Bei den Haien überwiegt der Optimismus

Trotz der Niederlage gegen Berlin zeigt Haie-Kapitän Moritz Müller großen Optimismus vor dem Start der Playoffs. Foto: Denis Wroblewski

Köln | Erstmals blieben die Kölner Haie seit dem 2. November ohne ein eigenes Tor und einem Punkt an einem Wochenende. Doch die knappe 0:1-Heimniederlage gegen die Eisbären Berlin bewertete man beim Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga nicht über.

  • Kölner Haie verlieren gegen Eisbären Berlin
  • Bei den Kölner Haien bleibt man trotz der Niederlage gegen Berlin ruhig
  • Kölner Haie gehen mit Optimismus in die anstehenden Playoffs

„Das war ein klassisches Eishockeyspiel zu solch einem Zeitpunkt der Saison“, erklärte Cheftrainer Kari Jalonen. „Ich habe unser Spiel am Freitag in Mannheim nicht gemocht, wir waren mental über die 60 Minuten nicht da. Wir haben heute ein anderes Gesicht und Charakter gezeigt. Wir haben heute wieder das Gesicht gezeigt, was wir vor der Partie in Mannheim konstant gezeigt haben. Wir wollten das Spiel gewinnen, aber das eine Tor hat den Unterschied gemacht.“

So sah es auch Eisbären-Coach Serge Aubin: „Köln hat bewiesen, dass sie die beste Mannschaft der Vorrunde sind. Für uns war die Begegnung eine große Herausforderung, die meine Jungs zum Glück angenommen haben.“

Bei Kölner Haien spürt man keine Beunruhigung

Von einer Beunruhigung muss man also beim KEC nichts spüren. Bei satten zwölf Punkten Vorsprung auf die Straubing Tigers und dem vorzeitigen Sichern der besten Ausgangsposition für die Playoffs können die Haie positiv in die Zukunft schauen. Im Gegensatz zu vielen anderen DEL-Klubs benötigt der achtfache Meister keine Punkte mehr, um ihre Lage in der Tabelle zu verbessern. Deshalb fehlten zuletzt, wenn auch ungewollt, ein paar Prozent der wahren Leistungsfähigkeit.

Kölner Haie absolvierten sechs Spiele in zwölf Tagen

Zudem weiß Jalonen: „Alle Mannschaften hatten nach der Pause sechs Partien in zwölf Tagen zu bewältigen. Das war sehr intensiv. Wir können in den letzten beiden Begegnungen nun den gesamten Kader nutzen. Ich habe ein gutes Gefühl, denn mein Team ist auf dem richtigen Weg.“

So sah es auch der genesene Maximilan Kammerer, der gegen den Titelverteidiger sein Comeback im Kölner Trikot gab: „Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir bereits den ersten Platz gesichert haben. Wir wollen in den letzten beiden Hauptrundenbegegnungen zwei Siege holen und dann mit einem guten Gefühl in die Playoffs gehen.“

Am kommenden Wochenende warten noch die Auswärtsaufgaben in Wolfsburg und Straubing. Die Grizzlys könnten ein wohlmöglicher Kontrahent im Viertelfinale werden.

Kölner Haien fehlte die Effektivität

Gegen die Eisbären, die dringend Siege einfahren müssen, um den sechsten Platz zu sichern und sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren, fehlte den Gastgeber die letzte Effektivität und auch das Scheibenglück. Zudem hatte Jonas Stettmer einen absoluten Sahnetag erwischt und entschärfte viele gute Möglichkeiten.

„Der Berliner Torwart hat richtig gut gehalten“, lobte Moritz Müller den gegnerischen Torwart. „Wir haben viel richtig gemacht, eine richtig gute Leistung gezeigt. Wir haben es leider nur nicht geschafft, die Scheibe über die Linie zu drücken.“ So reichte den Hauptstädtern ein Treffer von Andreas Eder (19.) zum wichtigen Auswärtsdreier.

Müllers weitere Erkenntnis: „Wir haben in der Saison viele Spiele gewonnen, in denen die Leistung deutlich schlechter war als heute.“ Aber so enge Spiele mit vielen harten Duellen, mit einer großen Aggressivität und nur wenig Raum für Kreativität wird es auch in der Meisterrunde geben. „So wird es auch in den Playoffs werden“, ist sich der Haie-Kapitän sichern. „Es werden aber sicherlich noch ein paar Prozent mehr werden.“

Denn Müller weiß, wie knapp die Aufgaben in Zukunft sind. „Ich habe im Vorfeld schon gesagt, dass ich sechs Mannschaften im Titelrennen sehe. Da gehört Berlin auch dazu. Besonders, wenn das Team gesund ist. Aber wenn wir so spielen, dann würden wir sie schlagen“, ist sich der 39 Jahre alte Verteidiger sicher.

Dann wäre der Kontrahent, an dem man in den vergangenen Jahren stets gescheitert ist, endlich einmal ausgeschaltet sein. Und die Haie könnten weiter den Traum der neunten Meisterschaft leben!

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