
Köln | Sie trafen sich in der Aula, waren dann im Regen auf der Straße, protestierten am Wochenende mit 1000 Mann, Bannern und Megaphon in der Südstadt und gaben ihrer Empörung beim Marschieren lauthals Ausdruck.
Die Nachbarn von der IG Pataleonsviertel fühlen sich von der Politik und ihren Entscheidungsträgern dreist übergangen.
Sie wollen die geplante Verlagerung des Drogenkonsumzentrums vom Neumarkt an den Perlengraben, die am 5.Februar im Stadtrat per Ratsentscheidung durchgewunken werden soll, nicht einfach so hinnehmen. Es ist eine Debatte, die schon lange in der City polarisiert und das derzeit vielzitierte „Stadtbild“ katastrophal prägt. Denn ebenso gibt es mächtige Befürworter der geplanten Entscheidung, vor allem bei der CDU Köln.

Die Vertreter der IG Pantaleonsviertel ihrerseits argumentieren: Die „Drogenbude“ hätte für das Veedel unabsehbare Folgen, befürchten sie und verlagere das Problem nur, anstatt es zu lösen. Daher machen sie auch am besagten Donnerstag, direkt vor dem Stadtrat, wieder mobil.
Kölner Stadtrat entscheidet über wichtige Einrichtung
Und zwar in Form eines „stummen Protests“ am Theo Burauen-Platz direkt am Ratssaal. In den sozialen Netzwerken organisieren sich die Macher wie folgt und rufen zur Teilnahme auf: „Wir fordern die Ratsmitglieder auf: Treffen Sie keine Entscheidung über ein Drogenkonsumzentrum, solange wichtige Antworten und ein belastbares Konzept fehlen!“

Einer der Initiatoren sagt im Vorfeld zu der geplanten Aktion gegenüber koeln0221: „Wir haben das ,Stillen Protest‘ genannt,weil wir in dem Sinne vor Ort keine Kundgebung oder Demo machen wollten. Ich denke es werden einige von uns vor Ort sein, genau wie die Gegenseite, die um 13.30 auf dem Laurenzplatz aufgerufen haben.“
Und weiter unkt er: „Ich denke auch, dass die den Bau-Planungsbeschluss mit ca.150.000€ durch winken und dieses Experiment durchziehen wollen. Aber wir sind vorbereitet.“
Was auch immer das heißen mag. . .