
Köln | Sie sind beide deutsche Fußball-Legenden. . .
Wolfgang Overath und Uli Hoeneß wurden 1974 gemeinsam in München durch das 2:1 über die Niederlande Fußball-Weltmeister, beide verbindet seit jeher eine Freundschaft. Und so gratulierte Overath dem früheren Weggefährten auch neulich zum Geburtstag. Im Interview mjit der renommierten „Krone“ aus Österreich gab es dazu vor dem ewigen Duell des FC (Mittwoch Abend, RheinEnergieSTADION) gegen die Bayern noch einen verbalen Ritterschlag on top!
„Wir in Köln beim FC waren 1964 das, was die Bayern heute sind. Und wo Bayern steht, ist Ulis Werk. Uli hat stets das Optimum rausgeholt und es gibt heute keinen so solide aufgestellten Verein wie Bayern München. Ich glaube sogar weltweit“, adelte Overath seinen einstigen Mitspieler aus glorreichen DFB-Tagen, „Über Uli Hoeneß können die Leute noch so viel reden. Der FC Bayern hat ihm alles zu verdanken. Wer ihn angreift, hat keine Ahnung. Klar äußert er sich mal, das ist so seine Art, dass er direkt sagt, was er denkt. Aber das ist doch sein gutes Recht und auch kein Fehler.“

Und was sagt er zu den beiden Teams? Für den legendären FC-Regisseur, der niemals für einen anderen Klub als seinen FC auflief und bei dem er eine Zeitlang auch Präsident war, gehören die Shootingstars Lennart Karl (Bayern) und Kölns Lebensversicherung Said El Mala beide auf den WM-Zug von Bundestrainer Florian Nagelsmann für das Turnier in diesem Jahr.
Denn: „Wenn er vernünftig im Kopf bleibt, hat er eine Chance, ein besonderer Spieler zu werden. Hoffentlich übersteht er dann die ganze Euphorie, die zur Zeit um ihn herrscht“, so Overath über El Mala, der dem FC jetzt auch wieder in Heidenheim als Joker einen Punkt rettete, „Genau so der kleine Karl bei Bayern München. Zu jung gibt es nicht: Ich war auch mit 19 schon in der Nationalmannschaft. Wie der Franz Beckenbauer auch.“