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Juni 6, 2026
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Wird Schandplatz von Karnevals-Ikone doch noch gerettet?

Rolly Brings kämpft um das Gedenken für Karl Küpper.

Köln | Es ist an der Zeit – und eigentlich längst überfällig!

Kaum ein Platz in Köln, speziell in der City bzw. Altstadt ist so marode wie dieser.

Der Karl Küpper-Platz nahe des Historischen Rathauses stellt eine graue Steinwüste ohne jede Aufwertung da.

Seit geraumer Zeit sind Karnevalisten entsetzt, wie die Stadt Köln mit einem der größten jecken Gegner des Nationalsozialismus, der 1970 verstarb, umgeht.

Junge Truppe will Karl Küpper Platz aufpimpen

Doch das soll und könnte sich schon bald ändern.

Denn: Eine sechsköpfige Truppe aus Köln hat es sich zum Ziel gesetzt, dass der Schandfleck umgestaltet wird und hat dafür einen Plan.

Der Platz in der City ist ein Schandfleck.

„Wir sind eine sechsköpfige Projektgruppe aus Bachelor- und Masterstudierenden und arbeiten im Rahmen eines selbstinitiierten Lehrforschungsprojekts an der KISD (Köln International School of Design, TH Köln) am genannten Thema. 

Dieses ist assoziiert zum zentralen Forschungsthema Erinnerungskultur bei Direktor Prof. Andreas Wrede, der für Rückfragen gerne zur Verfügung steht. Darüber hinaus stehen wir in engem Kontakt mit der Familie Küpper“, heißt es von den jungen Leuten, die per Mails nach Unterstützern für ihre Sache suchen.

„Es ist großartig, dass im Jahr 2011 ein Platz in unmittelbarer Nähe der Hohe Straße nach ihm benannt wurde. Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass dieser Platz seinem Namenspatron überhaupt nicht gerecht wird. Außer dem simplen Straßenschild erinnert dort nichts an Karl Küpper.

Das ist ein Versäumnis, das wir uns heute nicht mehr leisten können. In einer Zeit, in der rechtsextreme Kräfte wieder erstarken, ist das Erinnern an eine Person, die dem NS-Regime mit Haltung und Humor die Stirn bot, notwendiger denn je.

Der öffentliche Raum ist nicht neutral: Er kommuniziert, für welche Werte unsere Gesellschaft heute und in Zukunft einsteht“, finden sie.

Und weiter: „Deshalb entwickeln wir einen Vorschlag zur Umgestaltung des Karl-Küpper-Platzes. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung und laden Sie herzlich zu unserem Workshop ein.“

So sollen u.a. Ex-Festkomitee-Präsident Chris Kuckelkorn sowie Karl Küpper-Preisträger Rolly Brings, aber auch Vertreter der Politik und des NS-Dok zum Workshop vor Ort am 17. Juni eingeladen werden.

„Nach dem Workshop fließen die Ergebnisse unmittelbar in die weitere Konzeption und Entwurfsgestaltung unsererseits ein. Die Entwürfe werden voraussichtlich im Rahmen eines Sommerfests zu Ehren von Karl Küpper am 11.07.26 am Karl-Küpper-Platz ausgestellt.

So möchten wir den Platz in der breiten Öffentlichkeit stärker ins Bewusstsein bringen und natürlich Feedback zu den Entwürfen sammeln. Anschließend werden die Entwürfe der Stadt übergeben.“

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