
Köln | Vorbeugen ist alles!
Dieter Müller (71) ist einer der profiliertesten Spieler der FC-Historie. Ex-Torkönig, Double-Sieger und auch im Nationalteam eine Größe gewesen. Wie geht es ihm aktuell?
Als koeln0221 die Sturmlegende in der hessischen Heimat erreicht, sagt Müller uns: „Am Mittwoch wollte ich kein Risiko eingehen und habe mich einer OP in Frankfurt/Main unterzogen. Ich hatte zuletzt immer wieder Herrythmus-Störungen.“
FC-Idol mit Kritik an Kwasniok wegen El Mala
Die lästigen Arrythmien sollten durch eine Verödung zukünftig verhindert werden. Ein kluger Schritt! Denn viele Fans werden sich besorgt erinnern: Der einstige Torjäger hatte vor 14 Jahren 58 Jahren einen schweren Herzinfarkt erlitten, das Herz stand für 31 Minuten still, doch dank des sofortigen Eingreifens seiner Frau Johanna Höhl überstand er das Drama.
Gute Nachrichten jetzt! Müller zu koeln0221: „Ich habe den Eingriff gut überstanden und bin schon wieder unterwegs, es ist alles OK!“
Was für eine erlösende Kunde. Nun kann sich Müller entspannen und natürlich seinen FC verfolgen, für den er zwischen 1973-1981 satte 248 mal (!) traf, und den er nicht vergessen hat!

Mit Blick auf das Heimspiel gegen Hoffenheim sagt er: „Es zählt für den FC nur der Nichtabstieg. Da sehe ich Teams wie Gladbach und Heidenheim auch schwächer.“
Doch die immer wieder aufkommende Fankritik an Coach Lukas Kwasniok teilt Müller durchaus. „Manche Entscheidungen sind schwer zu verstehen“, spielt er etwa auf die Personalien Said El Mala an: „Ein Unterschiedsspieler. Den musst du meiner Meinung nach immer bringen, auch wenn der Trainer sicher seine Gründe haben mag. El Mala kann immer etwas Überraschendes machen.“
Müller hat beobachtet: „Mir scheint in seinen Aktionen, dass er mit dem Druck noch nicht so richtig umgehen kann und zuviel will. Den Jungen musst du daher führen. Er hat auch das Pech, dass er keine Weltklasse-Spieler um sich hat wie ich früher als 19-Jähriger mit Wolfgang Overath und Heinz Flohe.“
Und was sagt Müller zum Stürmer auf der Gegenseite, Tim Lemperle, der mit Hoffenheim – weil verletzt – nicht zum Ex-Klub zurück kommt, nachdem er sich quasi aus Köln mit einer Sauf-Eskapade und dem Aufstieg verabschiedet hatte?
„Der Lemperle muss mit den Pfiffen leben. Es war sch.., wenn du um den Aufstieg kämpfst und machst so was, aber er ist ein junger Mann“, so Müller.