
Köln | So viel Herz! So viel Liebe!
Gäsenhaut-Stimmung schon vor Anpfiff des Abstiegskrachers des 1.FC Köln gegen Werder Bremen im Kölner RheinEnergieSTADION.
Denn wenige Minuten vor dem Spiel hüllten die Anhänger des FC die ehrwürdige Hans Schäfer-Südkurve in eine opulente komplette Choreografie in weiß.
Sie ist dem jüngst, unmittelbar vor dem Heimderby gegen Gladbach verstorbenen Vorsänger der Wilden Horde 96, Nicolas gewidmet.
Nicolas ist in seiner Gesang-Pose dargestellt: „Hört Ihr die Engel singen laut im Chor“, sind ihm die Heiligen in Bild und Text anheim gestellt.
Einhellig Anerkennung und Beifall für diese große Geste im weiten Rund der Arena. Wann hat es das für einen einzelnen Fan schon einmal gegeben?!
Historische Geste der Fans vor Spiel gegen Werder
Tausende Zuschauer zückten ihre Smartphones und hielten den emotionalen Moment in Gedenken an Nicolas, für dessen Familie im Netz noch immer ein Spendenaufruf aktiv ist, bildlich fest.
So auch unsere liebe Freundin und FC-Partnerin Ulrike Haeger von Intersport Haeger aus Bensberg, der wir für das Motiv herzlich danken. Jetzt muss nur noch der FC für Nicolas gewinnen. . .
Und es sieht gut aus!
Dank „El Maladona“! Kölns Shootingstar Said El Mala verwandelte einen Elfmeter zur frühen 1:0-Führung sicher. 11. Saisontor!
Und dann kassierten die Gäste auch noch eine Rote Karte. Marco Friedl flog glatt ab – das könnte für den FC im ersten Heimspiel vom neuen Coach René Wagner, der Chaos-Trainer Lukas Kwasniok abgelöst hatte, kurz vor der Pause kaum besser aussehen.
Wieder El Mala vergab (42.) frei im Strafraum bereits die Chance zur Vorentscheidung. Aber Köln hat gegen diesen Gegner alle Trümpfe selbst in der Hand – und kann sich nur noch selbst schlagen.
Nach dem Wechsel das 2:0 durch Torjäger Ache! Doch nur kurz nach seinem Treffer erwies sich der Stürmer als Tölpel im eigenen Strafraum, verursachte einen Elfmeter, den Schmid zum 1:2 versenkte.
Der FC kam durch Johannesson zum 3:1-Endstand, so reichte es zum Heimsieg und Platz 13 in der Tabelle – vor Gladbach.
Der Abpfiff war eine Erlösung, der direkte Abstiegsplatz ist jetzt neun Punkte entfernt.