
Köln | Er kämpfte entgegen aller Widrigkeiten immer wieder für andere in der höchsten Not. Jetzt konnte ihm selbst leider offenbar niemand helfen. Die Rede ist vom Kölner Retter „Ralle“, der leider am Montag verstorben ist.
„Wir sind fassungslos“, heißt es traurig von der Feuerwehr Köln in den sozialen Netzwerken mit einem emotionalen Posting, „Am Montag hat uns ein Schlag getroffen, den wir so nicht kommen sahen. Unser langjähriges Crew-Mitglied TC-HEMS Ralf Patz ist plötzlich und unerwartet verstorben.“
Der empathische Flugprofi war im Team äußerst beliebt, wie aus den Zeilen des Gedenkpostings, das mit zwei Fotos an ihn erinnert, mehr als herauszulesen ist: „Kaum einer kannte das Cockpit von unserm „Kölsch Mädche“ so gut wie er – na gut, die Pilot*innen vielleicht. Ralf war unser wandelndes MPG-Lexikon. Einsätze mit ihm liefen wie aus einem Guss: professionell, hochkompetent, strukturiert – und trotzdem immer mit einem freundlichen Wort, mit Geduld, mit der Bereitschaft zu erklären. Wie viele Notärzt*innen und Rettungsdienstler*innen haben bei ihm „Laufen gelernt”.

Es war kein beliebiger Mitarbeiter, im Gegenteil.
Speziell wird bei Crew-Aushängeschild Ralle in seiner langjährigen Dienstzeit für die Luftrettung speziell hervorgehoben.
Denn final wird er so beschrieben: „Und dann noch seine legendären Qualitäten als Organisator von Weihnachtsmärkten und Karaokepartys. Du hattest eben für alles ein Händchen, Ralf. Du reißt eine riesige Lücke. Du warst mehr als ein Kollege. Du warst unser Freund. Deiner Frau wünschen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft und Halt. Mach et joot, leeven Ralle. Deine Kolleg*innen und Freund*innen vom Christoph Rheinland.“
Die Anteilnahme ist riesig, mehr als 2000 User kondolierten bereits auf der Facebookseite der Feuerwehr.