
Köln | Was für ein Anblick! Wochenlang zierte das prächtige Kunstwerk die Einkaufspassage auf der Breite Straße.
Und nein, anders als demnächst beim unweit entfernten, historischen „Vorbild“-Bauwerk fiel im „Quincy“ keine „Besichtigungsgebühr“ dafür an.
Viele Kölnerinnen und Kölner verzückte die skurril anmutende Sandskulptur vom Kölner Dom, die der Künstler Yosef Bakir in die überdimensionale Vitrine gezaubert hatte.
Sie zückten ihre Handys, machten Fotos und posteten die Schnappschüsse als Highlight in den sozialen Netzwerken. Bis zum Montag (9. März).
Denn jetzt ist die auf Sand gebaute Kathedrale aus sechs Tonnen Sand und reichlich Wasser eingestürzt. Aber bewusst und planmäßig.
Kölner Dom aus Sand begeisterte viele Passanten
„Ja, die Skulptur steht nicht mehr, ich habe sie am Montag mit meinen Assistenten nach einem Monat abgebaut“, so der Künstler Bakir, der kurdisch-syrischer Herkunft und seit 17 Jahren in der Domstadt zuhause ist, zu koeln0221.

Und weiter: „Das Echo auf die Aktion war einfach grandios. Es haben sehr viele Medien berichtet und auf Instagram haben viele erstaunte Besucherinnen und Besucher auch Fotos hochgeladen, was zu krassen Klicks geführt hat.“
Beflügelt von diesem Erfolg des Kölner Doms aus Sand, den er mehr als zwei Wochen mühevoll und detailverliebt mit winzigen Spachteln und Skalpellen kreiert und beharrlich aufgeschichtet hatte, steht nun bereits das nächste Großprojekt für den filigranen Maestro an.
„Es ist alles für den 24. März vorbereitet. Ich fertige am Aachener Weiher drei neue Skulpturen, sie stellen zwei Meter große Flaschen von diversen Getränkeanbietern dar und sollen ein echter Blickfang für diese schöne Anlage von Gastronom Josef Rayes im Herzen von Köln für die ersten Tage im Frühling werden“, kündigt der „kölsche Sandmann“ mit 28-jähriger Berufserfahrung stolz an.