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März 11, 2026
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„Sachstand unverändert“: Bleibt Kölner Grusel-Mord ungesühnt?

Köln | Es wurde eine hohe fünfstellige Belohnung für Hinweise ausgesetzt. Ein Beitrag bei „Aktenzeichen XY“ produziert, durch den 100 Zuschauertipps reinkamen.

Aber mehr als 1,5 Jahre danach tappen die Ermittler im Fall des getöteten Kölner Unternehmers Phil Giesen (†74) nach wie vor offenbar weiter im Dunklen.

Zum Hintergrund: Am Abend des 8. Oktober 2024 fuhr der „California Sun“-Erfinder mehrere seiner Sonnenstudios u.a. in Jülich und Kreuzau ab. Zeitgleich drangen Einbrecher über ein Nachbargrundstück, auf dem eine Baustelle war, in sein Luxus-Anwesen in Köln-Hahnwald ein.

Nach seiner Rückkehr kam es zur Konfrontation: Die Übeltäter fesselten und verprügelten den Unternehmer, er starb durch die massive Gewalteinwirkung.

Nach drei Stunden verschwanden die Verbrecher mit mehreren Zehntausend Euro in Scheinen und Münzen durch die Nacht – und einer auffälligen Lederjacke.

„Ist im Fall des getöteten Phil Giesen durch XY neue Bewegung in die Ermittlungen gekommen oder gibt es nach wie vor keine neue Spur?“, fragte koeln0221 bei der Staatsanwaltschaft nach.

Die Antwort von Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer: „Nein, der Sachstand ist unverändert.“ Bitter für die Freunde und Weggefährten des Kölner „Sonnenkönigs“, die auf Neuigkeiten und Sühne für die furchtbare Tat hoffen.

In einem anderen spektakulären Fall indes könnte es Genugtuung für die Betroffenen bald geben. koeln0221 hatte von dem Fall einer „kölschen Lady Macbeth“ berichtet, die ihren Ex-Mann durch Auftragstäter für 4500 Euro attackieren ließ und zu zehn Jahren verurteilt wurde.

Mallorca: Mordauftrag gegen Kölner beim Pizzabäcker

Ein ähnlicher Prozess liegt nun ebenfalls vor dem Landgericht und zwei Frauen sitzen in U-Haft. Gemeinsam mit ihrer Tochter soll eine 62-Jährige gebürtige Polin im Spätsommer 2025 ausgeheckt haben, einen ihnen bekannten Restaurantinhaber auf Mallorca zu kontaktieren und ihn zu fragen, ob er jemanden wisse, der als Auftragskiller des in Köln wohnhaften Ex-Manns und Lebemanns in Frage käme.

Der Fall sorgte schon vor Monaten auf der Ferieninsel für Schlagzeilen. Gegenüber diariodemallorca erklärte der besagte „Vermittler“ die hinterlistige Geschichte.

„Ich bekam 5.000 Euro, um einen befreundeten Geschäftsmann in Deutschland zu töten. Dann boten sie mir weitere 50.000 Euro an“, plauderte Pizzabäcker Michele B. mit allen Details wie Namen, Foto und Audiobotschaften dem Portal aus, wie ihm die gebürtige Polin diese Summe auf Mallorca anbot, um angeblich Waldi B. (Name d. Red. bekannt) in Köln zu ermorden.

„Entweder brecht ihm die Beine oder bringt ihn um“, sagten sie. „Sie denken, weil ich Italiener bin, gehöre ich zur Mafia“, berichtete er dem Portal und ging zum Schein darauf ein. Dann aber informierte der Koch stattdessen die Behörden.

Die Tochter der Frau, zugleich die Ehefrau des Opfers, soll den Mord wegen Trennungszoff und Sorgerechtsdingen in Auftrag gegeben haben. Sie wurde laut des spanischen Berichts in Köln festgenommen und in Untersuchungshaft gesteckt, während ihre Mutter auf der Insel verhaftet wurde.

Der Termin der Verhandlung in Köln steht noch aus. Möglich ist auch hier eine Strafe von 12 Jahren bis lebenslang.

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