
Köln | Heimspiel in Köln-Höhenberg?
Nun ja. Die Gäste von RWE, für die es noch mehr denn je um den direkten Aufstieg in die 2. Liga geht, hatten dank ihres mitgereisten Anhangs am Sonntag Abend bei Viktoria Köln zu Spieltag 30 gefühltes atmosphärisches Heimrecht.
Und der Favorit gab sich beim 2:1 sportlich letztlich auch keine Blöße – mit einem alten Bekannten!
3. Liga: RW Essen wahrt Chance im Aufstiegsrennen
Uwe Koschinat war über viele Jahre DAS Gesicht von Viktorias Erzrivale in der Stadt, Fortuna Köln. Mit RWE knipste Koschinat dem Rivalen per Doppelschlag von „Dick“ Abriama (10.) und Lucas Brumme (12.) früh das Licht aus.

Der Anschluss nach dem Wechsel durch Alonso – bezeichnenderweise ein Eigentor. Denn wirklich gefährdet war der Dreier für die Gäste kaum, die in der Spitzengruppe so Platz zwei behaupteten.
Zu einem Zwischenfall kam es derweil Mitte des zweiten Durchgangs, als vermummte Essener Chaoten offenbar eine Spielunterbrechung durch einen Bengalowurf auf den Rasen nutzen wollten, um aus dem Viktoria-Block die Ultra-Fahne zu klauen.
Doch es ging dank der eingeschrittenen, aufmerksamen Polizei relativ rasch ohne möglichen Platzsturm und weiteres Theater weiter.
Unter den Augen von DFB-Größe und Ex-Viktorianer Andreas Rettig, TV-Gesicht Giovanni Zarella, Mike Wunderlich und Leverkusen-Legende Ulf Kirsten schaukelten Koschinats Kicker den Sieg über die Zeit. Unauffällig indes: 1.FC Köln-Leihgabe Jan Cuber Potocnik, der Slowene legte einen Bratwurst-Auftritt hin.

Koschinat wird’s indes egal sein, Hauptsache bei den alten „Freunden“ in der Heimat den Auswärtssieg geschnappt.
Und Viktoria?
Für die Höhenberger geht es, im Niemandsland der Tabelle vegetierend, in dieser Runde eh in der Liga um nix mehr. Die Meisterschaft hat aus „Vik“-Sicht den Charme und Nutzen einer Toilettenfliege.
Es zählt dagegen der Mittelrheinpokal: Im Halbfinale muss die Viktoria um Coach Wilhelm Marian zu Mittelrheinligist Hohkeppel (25. 3.). In der anderen Paarung trifft Fortuna Köln auf Regionalliga-Rivale Bonner SC.