
Köln | Es ist amtlich!
Bereits am Samstagabend nach dem 3:3 im Derby hatten die ersten Blogs in Köln das Aus offenbar kaum erwarten können und ohne jegliche zitable Bestätigung auf der Basis von „Indizien“ die Nachricht einfach mal verwegen voreilig rausgehauen.
Auf der Pressekonferenz zum Gladbach-Spiel durfte er noch zur Medienschelte ausholen, am Sonntag wurde die Demission von Krisen-Coach Lukas Kwasniok beim 1.FC Köln nach 264 Tagen dann offiziell.
Dem ungeliebten Trainer, der in großen Teilen der Fanszene längst durch war und schon im Januar bei der Partie Heidenheim (2:2) mit einem „Kwasni-YOK“-Plakat („Raus“) im Block verhöhnt wurde, traut man bei einem lausigen Punkteschnitt von nicht lügendem 0,96 Zählern pro Spiel nicht mehr zu, dem Abstiegsstrudel zu entrinnen.
Trainer Lukas Kwasniok beim 1.FC Köln gescheitert
Allerdings müssen sich die Verantwortlichen, vor allem Pannen-Boss Thomas Kessler, nach dem neuerlichen Fehlgriff auf der Schlüsselposition freilich selbst Kritik gefallen lassen.
Schon Kwasnioks blasse Vorgänger Timo Schultz und Gerhard Struber hatten sich fürs Kölner Umfeld als völlig untauglich entpuppt und auch weitestgehend Horror-Fußball im RheinEnergieSTADION präsentiert.

In der Kwasniok-Ära kam auch noch Wirbel abseits des Platzes durch Gerüchte hinzu. Was hinter den Kulissen da alles los gewesen soll, dürfte sicher im sicheren Nachhinein noch ausgebreitet werden.
Dass der Ex-Paderborner immer wieder mit kruden Aufstellungen und Wechseln unter den Anhängern und wohl auch Verantwortlichen für Kopfschütteln sorgte, indem er z.B. Topscorer und Shootingstar Said El Mala zumeist zunächst auf der Bank ließ oder einen Musterprofi wie Florian Kainz rasierte, um aber dann genau ihn in den Schlussminuten des Derbys plötzlich wieder reinzuwerfen, tat sportlich wohl das Übrige.
Wer kommt jetzt?
Nach den Sitzungen der Gremien am Geißbockheim vom Sonntag ist klar: Es ist Co Rene Wagner. Angeblich: Vorerst.
„Die Verantwortung, die mir der FC übertragen hat, werde ich mit dem gleichen Engagement und der gleichen Hingabe angehen wie meine bisherigen Aufgaben. Gemeinsam mit der Mannschaft, meinen Trainerkollegen, unserem Staff und mit der Unterstützung des gesamten Vereins werde ich alles daransetzen, um in der Bundesliga zu bleiben“, sagt Wagner laut einer Klub-Mitteilung.