
Köln | Der große Wolfgang „Wolle“ Petry erstmals auf Kölsch? Wirklich? War da nicht was? Die Meldung, die u.a der Express offenbar ungeprüft übernahm, sorgte bei denen, die es besser wissen müssen, für Stirnrunzeln.
Denn zumindest laut Erfolgsproduzent Reiner Hömig stimmt es nicht, dass der gebürtige Kölner Star-Interpret Petry („Hölle, Hölle, Hölle“) in seinem neuen Lied „Mr bruche keiner““ erstmals auf kölsch singt.
Reiner Hömig und Erry Stoklosa mit Klarstellung
Auf unsere koeln0221-Nachfrage dazu antwortet Hömig sicher: „Ich habe schon 1979 mit Wolfgang „Dä Kähl kritt kein Luft mieh“ geschrieben und produziert.“ Da kann niemand widersprechen, denn Hömig gilt nach wie vor als kritischer Beobachter der Szene, dem nichts entgeht. Umtriebig verfolgt er sämtliche Debatten und ist auch zu unserer Freude treuer Besucher der Loss mer Schwade-Talks in Köln und im Umland, glänzt mit fachkundiger Expertise als versierter und gern gesehener Gesprächspartner.

Zu seinem langjährigen Kompagnon und Musikerkollegen Wolfgang Petry kann ihm sowieso niemand etwas vormachen. Und dies wird dann auch von einer weiteren kölschen Musiklegende, dem Ur-Fooss Erry Stoklosa, in den sozialen Medien ausführlicher noch bestätigt.
Denn mit Blick auf die oben besagte Meldung sagt der kundige Erry in aller Klarheit und Deutlichkeit, um Irritationen vorzubeugen: „Falsch! Im Jahre 2005 veröffentlichte er das Album „Ich ben ene kölsche Jung“auf dem 12 kölsche Songs waren (9 Fööss Titel) und bereits im Jahre 1979 die Single „Dä Kähl kritt kein Luff mieh“ aus dem dann später bei den Fööss der Song „Mir klääve am Lääve“ wurde und sogar das ganze Album so hieß. Nur mal so zur Info.“
Kölner Medien kennen ihre Lokalhelden nicht? Nun ja: Das überrascht angesichts der qualitativ wie quantitativ brach liegenden Landschaft der hiesigen Journaille die Insider nicht wirklich. . .