
Köln | Was für ein würdiger Final-Rahmen in der Lanxess-Arena!
Es war das Handball-Highlight des Jahres im Klub-Handball überhaupt: 20 000 Zuschauer verfolgten vor Ort das Endspiel im Lidl Final4 in der Lanxess Arena in Köln.
Und es wurde ein klares Ding!
Denn die Favoriten der Füchse Berlin ließen Underdog Bergischer HC keine Chance, holten den Pokal nach zwölf Jahren.
Füchse Berlin räumen in LANXESS arena ab
Die Deutsche Meister-Truppe um Welthandballer Matthias Gitsel fertigte die Löwen mit 42:33 ab, hatten spielerisch und kämpferisch gegen den Aufsteiger, der zuvor sensationell Champions League-Sieger Magdeburg aus dem Wettbewerb geworfen hatte, immer eine Antwort parat und nahmen den Pokal verdient mit in die Hauptstadt.
Der erste Pokalsieg für Ausnahmekönner Gitsel im vierten Anlauf überhaupt. Der Außenseiter hatte nicht wirklich etwas entgegenzusetzen.
Zum MVP des Final4 wurde indes Lasse Andersson gekürt, der Däne erzielte die meisten Tore und war an beiden Tagen der den Unterschied ausmachende Mann – dieses Mal sogar dominanter als Kumpel Gidsel und Torwart-Krake Milosavljev.
Die unterlegenen Bergischen dagegen waren trotz des verlorenen Finals über das Wochenende happy, kommentierten das Ergebnis in den sozialen Medien: „Trotzdem geil“. Einer ihrer Fans kommentierte unter großem Zuspruch: „Wer jetzt noch nicht kapiert hat, das der Bhc, das Aushängeschild der Region ist und dringend eine Halle braucht, die eines Bundesligavereins würdig ist, dem ist nicht zu helfen.“
Und die zuvor so hochgelobten Magdeburger?
Die hatten nach dem verlorenen Halbfinale auch gegen Lemgo mit 31:35 im Spiel um Platz 3 das Nachsehen – wurden nur Vierter und erlebten so ein enttäuschendes Wochenende in der Domstadt.