
Köln | Die Haie waren in der Deutschen Eishockey Liga das Maß aller Dinge. Mit 116 Punkten egalisierte der Vizemeister die Rekordpunktezahl der Adler Mannheim aus der Saison 2018/19 und sicherte sich souverän die beste Ausgangsposition für die Playoffs.
- Kari Jalonen wurde zum Trainer des Jahres in der DEL gewählt
- Janne Juvonen wurde mit der Trophäe zum Torwart des Jahres in der DEL ausgezeichnet
- Kölner Haie erhielten Preis für die beste Hauptrundenmannschaft
Der Erfolg des KEC hat sicherlich viele Väter und wurde auf viele Schultern verteilt, doch zwei Protagonisten stachen besonders heraus. Trainer Kari Jalonen formte ein echtes Team, das nur 13 Mal als Verlierer das Eis verließ, Torwart Janne Juvonen vernagelte mehrmals seinen Kasten und hielt 93,15 Prozent aller Schüsse, die auf sein Tor kamen.
Kölner Haie erhalten mehrere Preise
So war es wenig überraschend, dass das finnische Duo des KEC bei der großen Abschlussveranstaltung der Deutschen Eishockey Liga im „Wartesaal am Dom“ zum „Trainer des Jahres“, sowie zum „Spieler des Jahres“ und „Torwart des Jahres“ ausgezeichnet wurde.
Auf einen Preis musste der KEC lange warten. In der Saison 2012/2013 wurde mit Uwe Krupp letztmals ein Haie-Akteur zum „Trainer des Jahres“ geehrt.
Gewählt wurden alle Preisträger in den Kategorien Torhüter, Verteidiger, Stürmer und Trainer der diesjährigen Hauptrunde in der DEL von den Kapitänen, Trainern und Sportlichen Leitern der 14 Clubs sowie von Experten aus der deutschen Eishockeyszene.
Abwehrspieler Nicolas Mattinen aus Mannheim sowie der Ingolstädter Stürmer Riley Barber wurden ebenfalls für ihre beeindruckenden Vorstellungen während der Hauptrunde geehrt. „Junior des Jahres“ wurde der Frankfurter Verteidiger Fabio Kose.
„Das ist ein großartiges Gefühl. Vor allem, nachdem ich im Sommer keinen Verein hatte und ganz alleine trainieren musste“, sagte Juvonen, der im Oktober nach einer sechsmonatigen Pause zu den Haien gekommen ist und 71 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte.
Der Finne erhielt am 20. Oktober einen Vertrag, nachdem sich Felix Brückmann schwer verletzt hatte. Juvonen entpuppte sich als ein absoluter Glückfall für die Haie, die zu diesem Zeitpunkt auf dem dritten Platz der DEL-Tabelle lagen.
Kölner Haie: Juvonen feiert Debüt ohne Gegentor
Sein Debüt feierte eram 26. Oktober 2025 gleich ohne ein Gegentor zu kassieren und wurde immer besser. Fünf Shutouts in 26 Spielen, 20 Siege und eine Fangquote von 93,2% sprechen eine deutliche Sprache. Am Ende wurden aus neun Punkten Rückstand 13 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Adler Mannheim für die Haie.
Eine kleine Laudatio sprach der finnische Botschafter in Deutschland, Kai Sauer. „Das ist natürlich ein großartiger Preis für Janne, zumal es meines Wissens das erste Mal ist, dass ein Spieler aus Finnland diesen Preis gewonnen hat“, sagte Sauer über den Spieler des Jahres.
Sein Landsmann Jalonen war ebenfalls stolz, wollte den Preis aber nicht für sich alleine behalten. „Ich würde den Award gerne in fünf Teile zerlegen, weil mein gesamtes Trainerteam ihn verdient“, erklärte der Trainer, der die Haie nach der Saison in Richtung Heimat verlassen wird.
Kölner Haie: Jalonen wollte in der DEL arbeiten
Er erklärte: „Nachdem ich als Nationaltrainer in Tschechien gearbeitet habe, wollte ich zum Ende meiner Karriere noch einmal etwas Neues erleben und habe meinen Agenten gebeten, einen Job in Deutschland zu finden – und hier bin ich jetzt.“
Jalonen, der 72 Prozent der Stimmen erhielt, hatte zuvor gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter der Kölner, Matthias Baldys, auch schon den Preis für den Titel des Hauptrundensiegers entgegengenommen.

„Wenn man nach 52 Spielen ganz oben steht, darf man schon selbstbewusst sagen, dass es kein Zufall ist“, sagte Baldys über das Team, das sich den 1. Platz bereits frühzeitig gesichert hatte, auf dem Weg dahin mit 16 Erfolgen hintereinander die längste Siegesserie in der Geschichte der DEL aufstellte. „Es ist ein Award, den sich die Mannschaft und das Trainerteam verdient haben, aber wir haben auch die große Energie der Fans gespürt.“
Doch den Haien reichen diese Auszeichnungen nicht aus. Die Mannschaft will endlich nach 2002 wieder den silbernen Pokal als Deutscher Meister in die Höhen stemmen. Darauf werden Jalonen, Juvonen und das ganze Team in den nächsten Wochen den Fokus legen.