
Köln | Die Erleichterung nach dem schwer erkämpften 4:2-Erfolg über die Schwenninger Wild Wings war bei den Spielern der Kölner Haie zu sehen. Müde, aber mit einem Lächeln fuhren die Profis vom Eis der Lanxess-Arena, denn der zweite Schritt in den Playoffs wurde erfolgreich gemeistert.
In einem zweiten engen Duell mit den Wilden Schwänen behielt der Vizemeister erneut die Nerven und erzwang am Ende das 2:0 in der Viertelfinalserie.
„Alle freuen sich, Fans wie Spieler. Worum geht’s in den Playoffs? Es war ein Teamerfolg heute. Es geht nicht mehr um das Individuelle. Er war schon wie am Mittwoch ein sehr enges Spiel, aber wir haben wieder einen Weg gefunden, den Sieg zu landen“, lobte Cheftrainer Kari Jalonen seine Mannschaft.
Unterschied machten die Special Teams für KEC
Der Unterschied machten einmal mehr die Special Teams aus. Während die Haie das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielten, nutze Schwenningen den Vorteil nicht einmal aus. „Heute hat unser Unterzahl-Team einen wahnsinnig starken Job gemacht. Wir haben ein Tor im Powerplay gemacht und unsere vierte Reihe hat stark aufgespielt und ein Tor erzielt. All das braucht es in den Playoffs“, sagte Jalonen.
Dabei kamen die Gäste nach der aus ihrer Sicht unglücklichen 0:1-Heimniederlage aus Partie eins besser in die Begegnung, strotzten der guten Stimmung im Henkelmännchen und ärgerte den großen Favoriten.
Kölner Haie kontern Tore der Wild Wings
Zweimal ging Schwenningen in Führung im ersten Abschnitt, zweimal glichen die Haie aus, ehe Nate Schnarr der entscheidende Treffer zum 3:2 gelang. Louis-Marc Aubry sorgte dann kurz vor dem Ende mit dem vierten Kölner Tor für den Erfolg.
Jalonen: „Wir wollten von Drittel zu Drittel besser werden und gerade im dritten Drittel haben wir unser bisher bestes Playoff-Drittel gespielt. Schwenningen ist gut in das Spiel gekommen und hat uns das Leben schwer gemacht.“
Das sah auch Haie-Matschwinner Schnarr so: „Wir wussten, dass Schwenningen hart ins Spiel starten wird und sie haben ein gutes erstes Drittel gespielt. Wir sind geduldig geblieben und haben unseren Gameplan mehr und mehr umgesetzt. So konnten wir das Spiel am Ende gewinnen. Ich denke es war ein gutes Playoff-Spiel, das hin und her ging“, erklärte Schnarr nach seinem Doppelpack erleichtert.
Individuelle Klasse der Kölner Haie setzte sich durch
Am Ende setzte sich einmal mehr die individuelle Klasse und der tief besetzte Kader der Haie durch. Alle drei Abwehrformationen und die vier Sturmreihen hatten ihren Anteil am Erfolg. Dominik Uher, eigentlich harter Arbeiter anstatt Torjäger, trug sich mit dem 2:2 ebenfalls ins die Torschützenliste ein.
Nach zwei intensiven Begegnungen gibt es aber keine Zeit zum Verschnaufen. Bereits am Sonntagnachmittag um 15 Uhr geht es in der Helios-Arena mit Spiel drei weiter. Mit einem weiteren Sieg im Schwarzwald könnten sich die Haie gleich drei Matchbälle sichern, um frühzeitig ins Playoff-Halbfinale einzuziehen.