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„Eine Müllhalde“: Wachdienst für Hans Süper-Denkmal?

Köln | Wie wir bereits berichtet haben, was das „Hans Süper-Special“ zum 90. Geburtstag der Legende ein rührender Abend.

Mit Emotionen und vielen heiteren Anekdoten aus dem Leben des unbestrittenen und einzigartigen Mandolinenkönigs.

Doch ganz am Schluss, nachdem die Runde um Robert Greven „Drink doch ene mit“ a cappella angestimmt hatte, wurde es dann doch im „Dom im Stapelhaus“ etwas nachdenklich, als man noch auf das Hans Süper-Denkmal auf der Berrenrather Straße zu sprechen kam.

„Das schönste Denkmal, was es in Kölle gibt. Jeder, der über die Berrenrather Straße fährt, hält an und grüßt ihn und bringt Blumen – wenn er ein kölscher Jung ist“, lobte ein Zuschauer, „Das ist vom Karnevalsverein Hans Süper gespendet worden, das Denkmal steht wie eine Eins. Sein Freund Ludwig Sebus wartet schon seit zehn Jahre auf seinen Brunnen! Aber der Sebus-Fanclub schafft auch das.“

Lydia Süper beklagt das Verhalten am Sülzer Denkmal

Lydia Süper hörte das, griff zum Mikrofon und hatte dazu sogleich etwas zu sagen. Denn die tapfere Witwe ist bekanntlich in der gemeinsamen Wohnung auf der Berrenrather zuhause, vor der das Denkmal unmittelbar seinen Platz hat.

„Der Häns kriegt auch Blumen dahin, aber ich wohne ja davor. Ich liebe dieses Denkmal, aber was manche Menschen machen, ist unglaublich“, begann Lydia und es wurde plötzlich still.

„Wenn ich rausgucke, liegt da Müll und Zigaretten. Wer den Hans kennt, räumt auf. Aber man muss sagen: Es ist ein schönes Denkmal, das ist gestiftet worden, das tut mir weh, wie manche Menschen dann damit umgehen. Es ist eine Müllhalde, wenn schönes Wetter ist!“, so Lydia.

Und weiter: „Das hat Hans nicht verdient, wenn da Kippen liegen. Er rauchte nicht mal mehr. Er mochte auch keine Blumen, aber doch auf keinen Fall Müll. Pizzakartons, Pappbecher!“

„Man braucht einen Wachdienst“, wurden sofort unwidersprochen Rufe aus dem Publikum laut, „solche Lück muss man anzeigen.“

Moderator Robert Greven, der gewohnt charmant, empathisch und stets improvisationsbereit durch den Abend geführt hatte, konnte da auch nur mit dem Kopf schütteln: „Das ist die Veränderung vom Stadtbild, leider. Ein Denkmal ist für viele inzwischen einfach was, das da steht. Die Ehrfurcht vor einem Denkmal geht immer mehr verloren, gerade in Kön . Das muss wieder mehr kommen. Da hat man keine Zigaretten hinzulegen!“

Zustimmung im Stapelhaus mit viel Applaus.

Doch was ist mit dem Sebus-Brunnen? Im September, zum 100. Geburtstag, soll ein sehr hoher Betrag – angeblich 100.000 Euro, dafür beim Philharmonie-Konzert gesammelt worden sein. Doch was ist seitdem geschehen? Eine Anfrage steht aus. . .

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