
Dormagen | Was war bzw. ist da nur in Dormagen-Hackenbroich los?
Am Karfreitag kam es dort im Stadtteil von Dormagen nach Augenzeugenberichten zu einem größeren Polizeieinsatz.
Offenbar hatte es eine Messerstecherei am Kiosk an der Neckarstraße gegeben, eine Person sei unvermittelt angegriffen worden.
Rettungswagen waren vor Ort, Schaulustige sammelten sich. Ein Helikopter umkreiste das Areal und suchte nach beteiligten Personen des Vorfalls.
Die Beamten sind schwerbewaffnet gewesen, stürmten in Häusereingänge, schilderten Passanten vor Ort die beklemmende Lage.
Die Polizei bestätigte koeln0221 auf Nachfrage einen entsprechenden Einsatz. Eine offizielle Aussendung sollte folgen, heißt es. Nach unseren Informationen soll der Hintergrund des Ganzen ein Familiendrama sein, im Zuge dessen Angehörige aufeinander losgegangen seien.
Karfreitag: Polizei klärt über Bluttat in „Hackes“ auf
Dabei seien mehrere Beteiligte nach der Auseinandersetzung flüchtig, ein Mann sei mit Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, soll aber glücklicherweise inzwischen schon wieder außer Lebensgefahr sein.
Am Abend gab die Polizei dann heraus: „Am Karfreitag (03.4.) kam es gegen 15:45 Uhr zu einer wechselseitigen Körperverletzung zwischen zwei Gruppen an der Neckarstraße in Dormagen.

Die insgesamt sechs Männer im Alter von 19 bis 44 Jahren türkischer Herkunft gerieten zunächst aufgrund familiärer Streitigkeiten in eine verbale Auseinandersetzung. Im weiteren Verlauf kam es zu körperlichen Angriffen, bei denen auch Stich – und Hiebwaffen eingesetzt wurden. Die Beteiligten flüchteten zunächst in verschiedene Richtungen, so dass eine sofortige Fahndung, auch unter Einbindung eines Polizeihubschraubers, eingeleitet wurde. Im Rahmen der Suchmaßnahmen wurden auch Wohnungen am Eichenweg und der Siegstraße durchsucht.
Letztendlich konnten die gesuchten Personen am Eichenweg sowie am Pletschbach angetroffen und gesichert werden.
Zwei Tatverdächtige wurden einem Polizeigewahrsam zugeführt.
Vier der sechs Männer wurden verletzt, davon zwei schwer. Lebensgefahr besteht bei keinem. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser verbracht.
Der genaue Hergang sowie die Hintergründe der Tat sind derzeit noch nicht abschließend geklärt und Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.“