
Köln | Die Fanfreundschaft zwischen dem 1.FC Köln und Borussia Dortmund ist traditionell bekannt.
Und wurde am Samstag beim Bundesligaspiel (1:2) zwischen beiden Klubs im Kölner RheinEnergieSTADION mal wieder optisch dokumentiert.
Denn im Gäste-Block wurde von Seiten der Dortmunder Fans ein meterlanges, überdimensionales Banner angebracht, das eine politisch heikle und seit mehr als zehn Jahren bekanntlich schwelende Kölner Grundsatz-Debatte thematisiert: „Geißbockheim als Heimat des 1.FC Köln erhalten“, war darauf in schwarzen Lettern auf gelbem Grund zu lesen.
Andere Bundesliga-Kurven solidarisch mit FC-Fans
Das Bild hatte seine Wirkung und fiel auf. Auch dem Vorsitzenden des Kölner Sportausschusses entging es nicht. „Das finde ich selbstverständlich super! Der miese Umgang mit unserem FC hat sich eben auch über die Stadtgrenzen hinweg rumgesprochen“, sagt Oliver Seeck zu koeln0221.

Hintergrund: Zuvor hatten bereits die Anhänger des HSV (!) und SC Freiburg mit ähnlichen Plakaten ihre Solidarität mit dem FC in der Sache demonstriert. „Für artgerechte Haltung: Geissbockheim erhalten“, hieß es aus dem Breisgauer Block. „Geissbockheim erhalten. Stabil bleiben WH 96“, von den Hamburgern beim Auswärtsspiel in Köln Ende Oktober beim 1:4 (Das waren noch Zeiten, Anm. d. Red.).
Wie ist der Stand in der Causa jetzt eigentlich?
Im Kölner Westen nichts Neues. Es herrscht Stillstand. Mit Spannung schaut die Politik und Südkurve nach Münster. Dort wird allerdings erst im Sommer neue Bewegung in die Sache kommen, denn Mitte Juni erst wird das (nächste) und wohl auch wieder nur vorläufige Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster erwartet. Wird es dem FC erlaubt sein, auf der Gleueler Wiese drei neue Plätze zu bauen oder nicht?
Ein Ende des Streits ist noch lange nicht in Sicht. Die Fans kämpfen derweil weiter vor allem darum, dass das Thema nicht „einschläft“ und die Wertigkeit des geliebten GBH im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für den FC erhalten bleibt. . .