
Dresden / Köln | In den vergangenen Wochen hatte das Schlusslicht der Deutschen Eishockey Liga für ein paar Überraschungen sorgen können., Die Dresdner Eislöwen feierten Siege gegen die Ingolstadt Panther (3:2) und am Freitag bei den Adlern Mannheim (5:2).
- Die Kölner Haie siegen bie den Dresdner Eislöwen
- Der Fanzug der Kölner Haie kam in Dresden nicht an
- Kölner Haie feiern ihren höchsten Saisonsieg in Dresden
Im Duell der Gegensätze gegen die Kölner Haie war der Aufsteiger aber chancenlos, am Ende feierte das dominante Team von Kari Jalonen mit 8:1 ein Schützenfest und holte sich den neunten Sieg in Folge. Der KEC vergrößerte den Abstand auf den Zweiten, Adler Mannheim, bereits auf acht Zähler.
Davon bekamen 800 Haie-Anhänger, die sich im Sonderzug auf die lange Reise nach Sachsen gemacht hatten, live nichts mit. Eigentlich sollte der Tross um 13.24 Uhr in Dresden einfahren, da man aufgrund der Wetterumstände erst gegen 18.30 Uhr ankommen sollte, drehten der Zug in Magdeburg um und der Gästeblock in der Eisarena blieb fast leer.
Die wenigen Fans aus Köln, die es in die Halle geschafft hatten, sahen von der ersten Minute an, einen dominanten Tabellenführer, der seine spielerischen, individuellen und kämpferischen Qualitäten auf das Eis brachte. So lagen die Haie bereits nach elf Minuten mit 3:0 vorne.
Kölner Haie erzielen zwei Tore in Überzahl
Zunächst traf Verteidiger Oliwer Kaski im Powerplay mit einem ansatzlosen Schuss in die kurze Ecke zum 1:0, danach überraschte Dominik Bokk seinen ehemaligen Frankfurter Kollegen im Dresdner Tor, Juho Olkinuora mit einem Versuch aus ganz spitzem Winkel mit dem zweiten Kölner Treffer, ehe Maximilian Kammerer erneut im Überzahlspiel mit seinem 13. Saisontor auf 3:0 erhöhte. Bokk: „Gewollt war das 2:0 so nicht, vielleicht lag es am neuen Schläger, den ich genommen habe.“
Das Highlight aus Sicht der Gäste, die auf die beiden Top-Angreifer Gregor MacLeod und Nate Schnarr verzichten mussten, war dann der vierte Treffer des KEC durch Juhani Tyrväinen. Dem Finnen gelang 84 Sekunden vor der ersten Sirene in Unterzahl mit der Rückhand das 4:0.
Es war erst der sechste Kölner Schuss auf das Tor der Eislöwen, vier davon schlugen ein. Eine brutale Quote, die das Verhältnis zwischen beiden Klubs darlegten.
Kölner Haie erzielen zweites Tor in Unterzahl
Das änderte sich auch nicht im Mittelabschnitt. Ryan MacInnis gelang sogar das zweite Kölner Tor mit einem Mann weniger auf dem Eis, Bokk schnürte mit seinem 14. Saisontor einen Doppelpack, nachdem Dresden durch Andrew Leblanc zum zwischenzeitlichen 1:5 erfolgreich war. Der ansonsten gute Felix Brückmann, der erneut den erkrankten Janne Juvonen vertrat, war dabei ohne Abwehrmöglichkeit
„Wir machen ein gutes Spiel, haben die richtig Entscheidungen getroffen und sind viel gelaufen“, sagte Haie-Angreifer Patrick Russell, der am Sonntag seinen 33. Geburtstag feierte. Ein besonderes Geschenk machte sich der Däne persönlich, als er mit seinem 22. Tor das 7:1 markierte. Tanner Kero legte sogar noch das achte Tor nach. Insgesamt war jeder dritte Kölner Schuss ein Treffer.
„Es war ein gutes Auswärtsspiel, haben direkt die Chancen genutzt und drei Punkte geholt. Wenn wir in den Special Teams vier Tore erzielen, sind wir einfach ein gutes Team“, erklärte Bokk zufrieden.
Daniel Fischbuch soll zu den Kölner Haien wechseln
Die Haie fuhren nicht nur einen souveränen Erfolg in Dresden ein, sondern basteln fleißig weiter am Kader für die kommende Saison. Nach unserem Informationen bedient sich der KEC bei den Iserlohn Roosters und verpflichteten Daniel Fischbuch.
Der Stürmer der Düsseldorfer EG kehrt nach den Stationen in Mannheim und im Sauerland ins Rheinland zurück. In seiner bisherigen DEL-Karriere erzielte der 32-Jährige in 715 Begegnungen 360 Punkte (145 Tore, 215 Vorlagen), in dieser Spielzeit erzielte er in 35 Spielen 14 Tore und 19 Assists.