
Köln | Diese Frau ist bunt!
Tattoos sind ihr Leben. Michaela Moller (44) aus Porz hat ein großes Ziel.
Beim internationalen Wettbewerb „Miss und Mister Tattoo Model World“ , an dem erstmals wie Spanien und Frankreich auch Deutschland teilnimmt, abräumen.
„Das ist halt ein Online-Voting. Die ersten acht kommen ins Finale und müssen dann vor eine Jury treten“, erklärt die Verkäuferin gegenüber koeln0221, „Alle Sieger, sprich die aus Belgien und Frankreich fahren dann gemeinsam nach L.A. Und das ist der Preis.
Mich hat es motiviert, weil ich wollte als kleines Kind immer schon stark tätowiert sein und bei Miss-Wahlen teilnehmen. Vielleicht hat das auch ein bisschen damit zu tun, weil ich immer irgendwie anders war als andere.“
Nackter Wahnsinn: Michaela Moller hat über 50 Tattoos
Mit ihrer Liebe zu den Tätowierungen ist die rassige Michaela indes längst nicht mehr alleine: „Meine Mutter ist auch mittlerweile infiziert mit den Tattoos, die hat fünf Tattoos. Ich wollt einfach mal gucken, wie weit man als 44-jährige unter den ganzen jüngeren Teilnehmerinnen kommt.“

Die Szene sei eine große Familie, schildert sie.
Wie alles begann? Mit 21 ließ sie sich das erste Tattoo von mittlerweile mehr als 50 stechen.
„Also ich hab relativ spät angefangen“, schmunzelt Ela, „fürs zweite habe ich mir einen anderen Tätowierer gesucht. Der auf Comics spezialisiert ist. Und bei dem bin ich immer noch „in Behandlung“ – der hat 98 % von meinen Tattos gestochen. Alle sehr bunt im Comicstil. Mein Starwars-Bein ist gerade in Arbeit, da fehlt noch unten ein bisschen das Schienbein und das Knie.
Es ist für mich nicht nur Ausdruck meiner Persönlichkeit, sondern auch Schmuck, Körperschmuck, den ich für immer auf meine Haut trage. Ich hab auch Tattoos, die mir sehr viel bedeuten – für meinen Papa, meinen Opa und meine Mama.“
Gab es mal im Job an der Kasse wegen der Tattoos Stress?

„ Anfangs ist mir das aufgefallen, als ich mein Hals-Tattoo bekommen habe, die Leute haben sich dann unbewusst an den Hals gefasst, mich gemieden an der Kasse“, so Moller.
Und weiter: „Aber sobald sie gemerkt haben, ich bin nett freundlich, kann „Bitte, danke guten Tag auf Wiedersehen“ sagen, hatte ich bis zum Schluss Stammkunden bei mir, die sogar gewartet haben, bis meine Pause zu Ende war, damit ich die Herrschaften abkassieren kann. Das hat mich halt natürlich gefreut und mich in meiner Arbeit bestärkt und das fand ich immer sehr schön.“
Momentan liege sie im Wettbewerb auf Rang 2.
„Klar, das kann sich jetzt jederzeit auch wieder ändern“, so Ela voller Hoffnung, „Ich freue mich wirklich, dass das Finale in Köln stattfindet, weil das ist natürlich noch mal mehr ein Ansporn für mich, dass ich so gesehen Köln vertrete.“